Applied Materials Aktie: Wann endet die Flaute?
Der US-Halbleiterausrüster Applied Materials senkt Umsatzprognose aufgrund verschärfter Exportkontrollen nach China. Umsatzeinbußen von 400 Millionen Dollar erwartet.

Kurz zusammengefasst
- Umsatzprognose unter Analystenerwartungen
- China-Geschäft sinkt von 45% auf 31%
- Servicegeschäft in China stark betroffen
- KI-Chip-Nachfrage kompensiert Verluste nicht vollständig
Der führende US-Halbleiterausrüster Applied Materials sieht sich mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert, die sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken könnten. Für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2025 prognostiziert das Unternehmen einen Umsatz von etwa 7,1 Milliarden US-Dollar, was unter den Erwartungen der Analysten von 7,22 Milliarden US-Dollar liegt. Diese verhaltene Prognose führte zu einem deutlichen Kursrückgang der Aktie im nachbörslichen Handel von mehr als fünf Prozent. Besonders besorgniserregend ist die Situation im wichtigen chinesischen Markt, wo verschärfte US-Handelsbeschränkungen für Halbleiterproduktionsanlagen den Geschäftserfolg erheblich beeinträchtigen. Der Anteil des China-Geschäfts am Gesamtumsatz ist bereits von etwa 45 Prozent im Vorjahreszeitraum auf nun 31 Prozent zurückgegangen.
Geopolitische Spannungen belasten Geschäftsaussichten
Die verschärften Exportkontrollen werden voraussichtlich zu Umsatzeinbußen von etwa 400 Millionen US-Dollar im Geschäftsjahr 2025 führen, wobei die Hälfte dieser Auswirkungen bereits im zweiten Quartal spürbar sein wird. Besonders betroffen ist dabei das Servicegeschäft, da das Unternehmen bestimmte Kunden in China nicht mehr bedienen kann. Trotz der starken Nachfrage nach fortschrittlichen Chips für KI-Anwendungen können diese positiven Impulse die negativen Auswirkungen der Handelsbeschränkungen nicht vollständig kompensieren. Für das zweite Quartal wird ein bereinigter Gewinn von 2,30 US-Dollar pro Aktie erwartet, was den Analystenschätzungen entspricht.
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