Arafura Aktie: Ein Ausblick

Das australische Seltene-Erden-Unternehmen hat seine Kasse massiv aufgestockt, verschiebt den Start des Nolans-Projekts jedoch weiter. Die finale Investitionsentscheidung ist für die erste Jahreshälfte 2026 geplant.

Kurz zusammengefasst:
  • Kassenbestand auf 571 Millionen AUD aufgestockt
  • Finanzierungszusagen von internationalen Förderbanken erhalten
  • Preise für Seltene Erden deutlich angestiegen
  • Finale Investitionsentscheidung für 2026 geplant

Arafura Rare Earths hat seine Kasse mit einem milliardenschweren Finanzierungspaket aufgefüllt – und dennoch die finale Investitionsentscheidung erneut vertagt. Der Quartalsreport vom 29. Januar zeigt eine Barposition von 571 Millionen australischen Dollar, doch Aktionäre warten weiter auf klare Zeitpläne für das Nolans-Projekt.

Die jüngste Verschiebung wirft Fragen auf: Ist die Finanzierung trotz internationaler Unterstützung noch nicht gesichert? Oder verzögern komplexe Genehmigungsverfahren den Start?

Arafura

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Die wichtigsten Zahlen:

  • Kassenbestand zum 31. Dezember 2025: A$571 Millionen
  • Kapitalerhöhung Dezember: A$475 Millionen
  • Export Finance Australia: Bis zu US$100 Millionen zugesagt
  • US EXIM Bank: Absichtserklärung über bis zu US$300 Millionen
  • Deutscher Rohstofffonds: €50 Millionen in Prüfung

Kapitalerhöhung bringt Luft

Das australische Seltene-Erden-Unternehmen schloss im Dezember 2025 eine zweistufige Platzierung ab, die vor Kosten 475 Millionen australische Dollar einbrachte. Ein begleitender Aktienplan für Kleinanleger steuerte weitere 6,4 Millionen bei.

Der Kassenbestand wuchs innerhalb eines Quartals von 90 Millionen auf 571 Millionen australische Dollar – eine deutliche Entschärfung der Finanzierungsrisiken für das Nolans-Projekt nördlich von Alice Springs im Northern Territory.

Mehrere staatliche Geldgeber haben ihre Zusagen konkretisiert. Der deutsche Rohstofffonds (GRMF) hat die Prüfungsphase abgeschlossen und eine mögliche Beteiligung von 50 Millionen Euro zur Genehmigung vorgelegt. Export Finance Australia erteilte eine bedingte Zusage für bis zu 100 Millionen US-Dollar. Die US-amerikanische Export-Import-Bank signalisierte Unterstützung von bis zu 300 Millionen US-Dollar.

Das Nolans-Projekt wurde im Rahmen des US-australischen Abkommens für kritische Mineralien als eines von nur zwei Prioritätsprojekten eingestuft.

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Zeitplan weiter unklar

Trotz der Fortschritte bei der Finanzierung hat Arafura kein konkretes Datum für die finale Investitionsentscheidung genannt. Das Unternehmen peilt die erste Jahreshälfte 2026 an – nachdem zuvor Anfang 2025 und dann das erste Quartal 2026 kommuniziert worden waren.

Laut ABC News vom 30. Januar wartet das Unternehmen auf die endgültige Bestätigung der deutschen Regierung, bevor es den Beschluss fasst.

Managing Director Darryl Cuzzubbo nahm während der Telefonkonferenz am 29. Januar zu den wiederholten Verzögerungen Stellung. Er erklärte, dass „90 Prozent der Finanzierung zugesagt oder zur finalen Genehmigung eingereicht“ seien. Das Unternehmen setze auf „Sicherheit statt Geschwindigkeit“, während es als eines der ersten Unternehmen komplexe staatliche Beteiligungsprogramme durchlaufe.

Marktdynamik verbessert sich

Der Quartalsbericht hebt veränderte Marktbedingungen hervor. Der Preis für Neodym-Praseodym erreichte 100 US-Dollar pro Kilogramm im Asian Metal Index – ein Anstieg von über 80 Prozent binnen zwölf Monaten.

China kontrolliert nach Unternehmensangaben weiterhin rund 90 Prozent der weltweiten Seltene-Erden-Versorgung. Die im April 2025 eingeführten Exportkontrollen bleiben bestehen.

Arafura ernannte Hatch zum bevorzugten Anbieter für Engineering, Beschaffung und Baumanagement (EPCM) beim Nolans-Projekt.

Nächste Schritte offen

Die Finanzierung steht weitgehend, die Marktpreise entwickeln sich positiv, die strategische Bedeutung ist anerkannt – doch der konkrete Startschuss fehlt. Anleger müssen sich auf weitere Wartezeit einstellen, bis die ausstehenden Genehmigungen vorliegen.

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