Der australische Seltene-Erden-Entwickler Arafura Rare Earths steht vor einer entscheidenden Phase. Nach Sicherung umfangreicher staatlicher Finanzierungszusagen richtet sich der Fokus nun auf die finale Investitionsentscheidung für das Nolans-Projekt – und die verschiebt sich weiter nach hinten.
Investitionsentscheidung auf 2026 vertagt
Die finale Investitionsentscheidung (FID) für das Nolans-Projekt im Northern Territory, ursprünglich für Anfang 2025 erwartet, wird nun erst in der ersten Jahreshälfte 2026 angestrebt. Grund für die Verschiebung: Die Finalisierung von Investitionen internationaler Partner läuft noch.
Dabei kann sich die Finanzierungsstruktur durchaus sehen lassen. Das Projekt hat bereits beachtliche Zusagen australischer Institutionen erhalten:
- 840 Millionen Dollar von Export Finance Australia und der Northern Australia Infrastructure Facility (März 2024)
- 200 Millionen Dollar Investitionszusage der National Reconstruction Fund Corporation
- Bedingte Zusagen von Kreditgebern und Exportkreditagenturen aus Kanada, Korea und Deutschland
Umsetzung nimmt Gestalt an
Mit der Ernennung von Hatch als EPCM-Dienstleister (Engineering, Procurement and Construction Management) treibt Arafura die Vorbereitungen für die Projektrealisierung voran. Das konventionelle EPCM-Modell soll eine zentrale Verantwortlichkeit für die Projektumsetzung schaffen.
Die Dimensionen sind beachtlich: Während der Bauphase sollen rund 600 Arbeitsplätze entstehen, im laufenden Betrieb dann 350 dauerhafte Stellen.
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Ein weiterer Baustein: verbindliche Abnahmeverträge. Mit Siemens Gamesa existiert bereits eine Vereinbarung über die Lieferung von NdPr (Neodym-Praseodym). Die ersten Mengen sollen 2026 fließen und über fünf Jahre hochgefahren werden. Weitere Abnahmeverträge sind Voraussetzung für den Baustart.
Strategische Bedeutung im Marktumfeld
Das Nolans-Projekt soll Australiens erste integrierte Anlage zur Verarbeitung von Seltenen Erden vom Erz bis zum Oxid werden. Die geplante Produktion würde etwa 4 Prozent der weltweiten NdPr-Nachfrage abdecken – Rohstoffe, die für Permanentmagnete in Elektrofahrzeugen und Windkraftanlagen unverzichtbar sind.
Die geopolitische Dimension ist offensichtlich: Das Projekt positioniert sich als bedeutende Quelle außerhalb der dominierenden chinesischen Lieferketten. Die weitere Entwicklung dürfte maßgeblich von der globalen Nachfrage nach kritischen Mineralien und dem politischen Druck zur Diversifizierung der Versorgungsketten abhängen. Die Frage ist nun, ob die internationalen Partner zeitnah einsteigen – erst dann kann der Bau beginnen.
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