Argo Graphene: 12 Prozent Sprung auf Finanzierungsnews
Argo Graphene Solutions erhält eine Million Dollar für den Bau einer Graphen-Raffinerie in Illinois. Die Aktie legt vorbörslich um zwölf Prozent zu.

Kurz zusammengefasst
- Privatplatzierung erbringt eine Million Dollar
- Neue Raffinerie nahe Chicago geplant
- Zement-Zusatz erhöht Druckfestigkeit um 60 Prozent
- Aktie steigt vorbörslich um zwölf Prozent
Argo Graphene Solutions treibt die Kommerzialisierung seiner Technologie voran. Das Unternehmen sicherte sich zu Beginn der Woche frisches Kapital, um den Aufbau einer neuen Produktionsstätte im US-Bundesstaat Illinois zu finanzieren. Die Anleger reagierten am heutigen Mittwoch mit deutlichen Käufen: Die Aktie kletterte im vorbörslichen Handel um 12 Prozent auf 0,6840 Euro.
Millionenschwere Finanzierung für US-Standort
Die Kapitalmaßnahme erfolgt über eine nicht vermittelte Privatplatzierung von bis zu einer Million Einheiten. Laut Unternehmensangaben wird jede dieser Einheiten zu einem Preis von 1,00 Dollar ausgegeben. Das Paket umfasst neben der Stammaktie auch einen Optionsschein, der den Inhaber dazu berechtigt, innerhalb eines Jahres eine weitere Aktie zu einem festgesetzten Preis von 1,20 Dollar zu beziehen.
Mit dem erwarteten Bruttoerlös von bis zu einer Million Dollar plant die Gesellschaft den nächsten Schritt ihrer Wachstumsstrategie. Im Zentrum steht die Errichtung einer Anlage im Großraum Chicago.
Dort soll eine eigene Graphen-Raffinerie etabliert werden, um die sogenannte STREAM™-Plattform für die industrielle Nutzung vorzubereiten. Dieser Schritt folgt auf die im Juni vollzogene Übernahme der entsprechenden Technologielizenzen von Grapherry, Inc.
Strategische Weichenstellung in Management und Technik
Die personelle Verknüpfung mit dem Technologiegeber wurde bereits im Juli gefestigt. Dr. Vikas Berry, der Erfinder der STREAM™-Plattform, übernahm den Posten des Chief Executive Officer. Zuvor war er bereits in das Board of Directors berufen worden, um die strategische Ausrichtung des Unternehmens eng zu begleiten.
Dass die Technologie erhebliches Potenzial für die Bauindustrie bietet, untermauerten zuletzt durchgeführte Labortests. Ein spezieller Graphenoxid-Zusatz für Zement führte zu einer Steigerung der Druckfestigkeit um 60 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Proben. Dabei reichte eine geringe Konzentration von lediglich 0,05 Gewichtsprozent aus, um diese signifikante Verbesserung der Materialeigenschaften zu erzielen.
Aktie setzt langfristigen Aufwärtstrend fort
Die positive Nachricht am heutigen Handelstag stützt die Kursentwicklung des Titels. Seit Jahresbeginn konnte der Wert bereits um 64 Prozent zulegen. Dennoch verbleibt ein gewisser Abstand zum erst gestern erreichten 52-Wochen-Hoch von 0,8200 Euro, von dem die Aktie aktuell rund 17 Prozent entfernt notiert. Das Unternehmen fokussiert sich nun auf die operative Umsetzung der Standortpläne in den USA, um die Marktreife seiner Produkte zu beschleunigen.
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