Arm Aktie: Meta wird erster Chip-Kunde
Arm-Aktie erholt sich leicht nach schwerer Korrektur. Der Chipdesigner treibt den Wandel vom Lizenzgeber zum Produzenten mit Meta als erstem Kunden voran.

Kurz zusammengefasst
- Kursplus von 2,71 Prozent am Montag
- Wandel vom Lizenzgeber zum Chip-Produzenten
- Meta als erster Kunde für eigene Chips
- Analysten heben Kursziele trotz Korrektur an
Knapp eine Woche nach der schweren Korrektur atmet der Markt auf. Arm-Aktien steigen am Montag um 2,71 Prozent auf 303,00 Euro. Ein Stabilisierungssignal für den Chipdesigner.
Der Kurs liegt damit 18,38 Prozent über der 50-Tage-Linie. Das 52-Wochen-Hoch von 393,50 Euro bleibt aber in weiter Ferne. Seit Jahresbeginn steht immer noch ein Plus von über 200 Prozent.
Der große Plan: Von der Lizenz zum eigenen Chip
Der Grund für das Anlegerinteresse ist eine strategische Neuausrichtung. Arm wandelt sich vom reinen Lizenzgeber zum Chip-Produzenten. Konzernchef Rene Haas will das Ziel von 15 Milliarden Dollar Eigenumsatz früher erreichen als geplant.
Ein Partnerschaft mit Meta zeigt, wie ernst es Arm damit ist. Der Social-Media-Konzern fungiert als erster Kunde für die hauseigene Chip-Produktion. Die neuen Prozessoren basieren auf 3-Nanometer-Technologie. Sie sind speziell für KI-Aufgaben in Rechenzentren gebaut.
Analysten der UBS sehen den Fokus der Investorendebatte inzwischen auf dem Umsatzpotenzial dieser Chips. Die Prozessoren sollen den enormen Effizienzbedarf der großen Cloud-Anbieter decken.
Bullen trotz Korrektur
Trotz eines Kursrutsches von 15,13 Prozent in der Vorwoche bleiben die Analysten zuversichtlich. UBS und TD Cowen hoben vergangene Woche ihre Kursziele an. Das höchste liegt bei 475 Dollar.
Die Aufwertung basiert auf der erwarteten Nachfrage nach „agentischer KI“. Das sind KI-Systeme, die eigenständig handeln können. Sie brauchen genau die Stärken, die Arms Architektur bietet: niedrige Latenz und hohe Effizienz.
Institutionelle Anleger setzen darauf, dass Arm die traditionelle x86-Dominanz im Rechenzentrum brechen kann.
Ausblick aufs zweite Quartal
Die nächste Nagelprobe kommt Ende Juli. Dann legt Arm die Quartalszahlen vor. Der Ausblick liegt bei 1,01 bis 1,11 Milliarden Dollar Umsatz.
Gleichzeitig läuft eine Untersuchung der US-Wettbewerbsbehörde FTC. Es geht um die Frage, ob Arms Einstieg in die Chip-Produktion die Lizenzvergabe behindert. Die Aktie notiert trotzdem deutlich über der 100-Tage-Linie von 184,97 Euro. Ein Zeichen, dass der Markt dem KI-Kurs vertraut.
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