Aroundtown Aktie: Acht weitere Hotels an Sunday vermietet
Acht zusätzliche Hotels und ein Berliner Apartmentprojekt erhalten Betreiber; Warburg Research reduziert sein Kursziel auf 3,30 Euro.

Kurz zusammengefasst
- Acht deutsche Hotels an Sunday Hotels vermietet
- Seminaris-Marke bleibt für die Häuser bestehen
- 15-jähriger Mietvertrag mit Bob W geschlossen
- Warburg Research senkt Kursziel auf 3,30 Euro
Medienberichten zufolge hat Aroundtown gestern acht zusätzliche Hotels in Deutschland an den Betreiber Sunday Hotels vermietet. Die betroffenen Beherbergungsbetriebe sollen ihren Betrieb weiterhin unter der etablierten Marke Seminaris fortführen.
Mit diesem Schritt setzt das Immobilienunternehmen seine Bemühungen fort, Hotelstandorte über langfristige Partnerschaften abzusichern und kontinuierliche Erträge im Beherbergungssegment zu stabilisieren.
Der neue Vertrag schließt an vorangegangene Vermietungserfolge der vergangenen Wochen an. Bereits am 24. September hatte Aroundtown zwei bekannte Berliner Hotelimmobilien neu vergeben. Die ehemaligen Häuser H2 und H4 am Alexanderplatz wurden unter Verträgen mit einer Laufzeit von 20 Jahren an Leonardo Hotels gebunden. Zusammen umfassen die beiden Objekte an dem Verkehrsknotenpunkt 624 Zimmer und Suiten.
Ausbau der Präsenz in Berlin
Parallel zum klassischen Hotelbereich treibt das Unternehmen auch das Angebot an Serviced Apartments voran. Für den geplanten Komplex an der Karl-Liebknecht-Straße 33 in Berlin schloss Aroundtown gestern einen Mietvertrag mit dem Betreiber Bob W ab. Die Vereinbarung umfasst eine feste Laufzeit von 15 Jahren und beinhaltet zudem eine Option zur Verlängerung.
Das Projekt an der zentralen Berliner Adresse beinhaltet 285 Einheiten, deren bauliche Fertigstellung für das vierte Quartal 2026 vorgesehen ist. Neben den Hospitality-Flächen meldete der Konzern am Dienstag zudem Fortschritte bei seinen Büroimmobilien.
Das Bürogebäude an der Berliner Markgrafenstraße 17–18 erhielt eine BREEAM-Rezertifizierung mit der Bewertung „Excellent“. Das Erreichen dieses Nachhaltigkeitsstandards unterstreicht die Bemühungen, bestehende Büroflächen an moderne Umwelt- und Effizienzanforderungen anzupassen.
Refinanzierung dämpft Kurschancen
Trotz der fortlaufenden Neuvermietungen belasten die allgemeinen Rahmenbedingungen der Branche die Aussichten des Konzerns. Warburg Research reagierte gestern auf dieses Marktumfeld und senkte das Kursziel für Aroundtown von 3,80 Euro auf 3,30 Euro.
Die Einstufung beließ das Analysehaus auf „Buy“. Analyst Andreas Pläsier verwies in seiner Einschätzung auf den anhaltenden Gegenwind im Immobiliensektor und hob die anstehenden Refinanzierungen als wesentlichen Belastungsfaktor hervor.
Die Zurückhaltung der Investoren spiegelt sich in der Bewertung an den Finanzmärkten wider. Das Papier von Aroundtown notiert aktuell bei 1,59 Euro. Dies entspricht einer Tagesveränderung von minus 0,9 Prozent. Seit dem Jahresanfang verzeichnet die Aktie einen Rückgang von 40 Prozent, womit der Titel weiterhin unter dem Druck des veränderten Zins- und Marktumfelds steht.
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