ASML: 1.700 Stellen gestrichen, 1.400 Engineering-Positionen geplant

ASML hebt nach starkem Quartal die Jahresprognose an und baut parallel rund 1.700 Stellen im Management ab.

Eduard Altmann ·
Asml Aktie

Kurz zusammengefasst

  • Umsatz von 8,8 Milliarden Euro erzielt
  • Jahresprognose auf 36 bis 40 Milliarden angehoben
  • Stellenabbau von rund 1.700 Positionen
  • Schlussdividende von 2,70 Euro beschlossen

Volle Auftragsbücher, eine angehobene Jahresprognose und ein massiver Umbau der Belegschaft. Bei ASML fallen derzeit operative Stärke und strukturelle Einschnitte zusammen. Der niederländische Anlagenbauer richtet sich nach einem starken ersten Quartal neu aus, um die Komplexität im Konzern zu senken.

Die Zahlen zum Jahresauftakt liefern dem Management Rückenwind. Im ersten Quartal erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von 8,8 Milliarden Euro bei einem Nettogewinn von 2,8 Milliarden Euro. Die Bruttomarge erreichte mit 53 Prozent das obere Ende der eigenen Erwartungen.

An der Börse honoriert man die Entwicklung. Die Aktie notiert am Mittwoch bei 1.192 Euro und blickt auf ein Plus von rund 104 Prozent auf Jahressicht. Treiber bleibt die anhaltend hohe Nachfrage nach KI-Infrastruktur.

Entsprechend schraubt der Vorstand die Ziele für das Gesamtjahr nach oben. Der Umsatz soll 2026 nun zwischen 36 und 40 Milliarden Euro liegen. Zuvor lag die Untergrenze der Spanne zwei Milliarden Euro tiefer.

Weniger Manager, mehr Ingenieure

Parallel dazu läuft ein tiefgreifender Konzernumbau. Etwa 1.700 Stellen fallen weg, was rund vier Prozent der weltweiten Belegschaft entspricht. Die Streichungen treffen gezielt das mittlere Management sowie Koordinationsrollen. Gruppenleiter und Projektmanager müssen weichen, um die Hierarchien abzuflachen.

Im Gegenzug schafft das Unternehmen rund 1.400 neue Ingenieursstellen für die technische Entwicklung. Ein für den Sommer geplanter sechswöchiger Einstellungsstopp soll die Organisation in der Übergangsphase stabilisieren.

Dividende und Personalien

Auf der Hauptversammlung Ende April machten die Aktionäre den Weg für die Kapitalrückflüsse frei. Sie genehmigten eine Schlussdividende von 2,70 Euro je Aktie. Inklusive der bereits gezahlten Zwischendividenden steigt die Gesamtausschüttung damit auf 7,50 Euro — ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr. Die Papiere werden seit dem 27. April ex-Dividende gehandelt.

Auch in der Führungsebene ordnet sich ASML neu. Marco Pieters übernimmt den Posten des Chief Technology Officer, während Finanzchef Roger Dassen und der operative Leiter Frédéric Schneider-Maunoury Vertragsverlängerungen erhielten. Das neu formierte Team muss nun das operative Tempo hochhalten. Für das laufende zweite Quartal peilt das Management einen Umsatz von 8,4 bis 9,0 Milliarden Euro bei einer leicht sinkenden Bruttomarge an.

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Asml Aktie

1.614,80 EUR

– 18,60 EUR -1,14 %
KGV 60,97
Sektor Technologie
Div.-Rendite 0,39 %
Marktkapitalisierung 607,42 Mrd. EUR
ISIN: NL0010273215 WKN: A1J4U4

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