ASML: $2,2 Milliarden für Fabrik-Expansion
ASML erhöht die Fertigung seiner EUV-Systeme deutlich und investiert Milliarden in neue Anlagen. Starke Quartalszahlen und ein hoher Auftragsbestand untermauern die Wachstumsstrategie des Halbleiterzulieferers.

Kurz zusammengefasst
- EUV-Produktion auf 60 Systeme erhöht
- Milliardeninvestition in neue Infrastruktur
- Umsatz von 8,8 Milliarden Euro erzielt
- Aktienrückkaufprogramm fortgesetzt
Wer die Lieferkette der KI-Infrastruktur kontrollieren will, kommt an ASML nicht vorbei. Der niederländische Halbleiterzulieferer dreht die Produktionsschraube weiter — und liefert dabei Quartalszahlen, die kaum Anlass zur Kritik bieten.
Produktionsziel: 60 EUV-Systeme in 2026
ASML plant, die Fertigung seiner Extreme-Ultraviolett-Lithografiesysteme im laufenden Geschäftsjahr auf mindestens 60 Einheiten zu steigern. Das entspricht einem Anstieg von rund 36 Prozent gegenüber dem Fünfjahresdurchschnitt von etwa 44 Systemen. Für 2027 hat das Management die Latte bereits auf mindestens 80 Einheiten gelegt.
Um diesen Hochlauf zu stemmen, investiert ASML 2,2 Milliarden Dollar in neue Anlagen und Infrastruktur — ein Plus von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Treiber sind milliardenschwere Aufträge von Samsung, SK Hynix und Micron, die das Auftragsbuch zuletzt erheblich aufgefüllt haben.
High-NA: Nächste Generation mit Fragezeichen
Parallel läuft die Einführung der sogenannten High-NA-EUV-Systeme — Maschinen der nächsten Generation, die noch feinere Chiparchitekturen ermöglichen und rund 400 Millionen Dollar pro Einheit kosten. Speicherchiphersteller integrieren diese Tools bereits in ihre Roadmaps. TSMC hingegen prüft offenbar, ob sich der Nutzen der bestehenden EUV-Plattformen durch Mehrfachbelichtungstechniken verlängern lässt — was eine großflächige Umstellung auf High-NA bis 2029 verzögern könnte.
Analysten sehen darin zwar einen Einfluss auf den kurzfristigen Produktmix, betonen aber, dass die strukturell hohe Nachfrage nach Lithografiekapazität den Gesamtmarkt stabilisiert.
Starke Zahlen, kurze Kurspause
Im ersten Quartal erzielte ASML einen Umsatz von 8,8 Milliarden Euro bei einem Nettogewinn von 2,8 Milliarden Euro. Die Bruttomarge lag bei 53,0 Prozent — am oberen Ende der eigenen Prognose. Die Jahresumsatzguidance wurde auf 36 bis 40 Milliarden Euro angehoben, gestützt durch solide Wachstumsaussichten in Logik- und Speichersegmenten.
Der Auftragsbestand beläuft sich auf 38,8 Milliarden Euro und sichert hohe Erlösvisibilität für die kommenden Quartale. Für das Gesamtjahr peilt das Management eine Bruttomarge zwischen 51 und 53 Prozent an.
Die Aktie notiert aktuell bei 1.220 Euro — leicht unter dem gestrigen Schlusskurs, was teilweise auf den Ex-Dividenden-Tag vom 27. April zurückzuführen ist. Aktionäre erhalten am 5. Mai eine Abschlussdividende von 2,70 Euro je Aktie, womit die Gesamtdividende für das Geschäftsjahr 2025 auf 7,50 Euro steigt. Im ersten Quartal kaufte ASML außerdem eigene Aktien im Wert von rund 1,1 Milliarden Euro zurück — im Rahmen des laufenden Rückkaufprogramms für 2026 bis 2028.
Auf Jahressicht hat die Aktie ihren Kurs mehr als verdoppelt. Das zentrale Risiko bleibt die laufende Exportkontrolldebatte: Wie weit die politischen Beschränkungen den Absatz in bestimmte Märkte begrenzen, dürfte die Bewertung in den kommenden Monaten stärker beeinflussen als die operativen Kennzahlen selbst.
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