ASML: 600 Milliarden Dollar KI-Investitionen treiben Nachfrage
ASML erreicht neues Allzeithoch dank massiver KI-Investitionen von US-Tech-Konzernen. Analysten bestätigen positive Aussichten trotz China-Risiken.
Kurz zusammengefasst
- Rekordkurs von 1.350 Euro erreicht
- US-Tech-Konzerne investieren Milliarden in KI
- Monopolstellung bei EUV-Lithografie bleibt bestehen
- Aktienrückkaufprogramm stützt Kursentwicklung
Die vier größten US-Tech-Konzerne investieren in diesem Jahr über 600 Milliarden Dollar in ihre KI-Infrastruktur. Das treibt die Nachfrage nach modernsten Chipmaschinen derart in die Höhe, dass ASML-Chef Christophe Fouquet offene Engpässe für die kommenden Jahre prognostiziert. An der Börse honorierten Investoren diese Aussichten in der vergangenen Woche mit starkem Kaufinteresse.
Am Freitag schloss das Papier bei 1.350,20 Euro und markierte damit ein neues Rekordhoch. Auch wenn die Aktie am heutigen Montag leicht im Minus notiert, beläuft sich das Kursplus seit Jahresbeginn auf knapp 34 Prozent.
Rückenwind kommt von Analystenseite. Wells Fargo bekräftigte das „Overweight“-Rating und sieht das Kursziel bei 1.750 Dollar. Die Erste Group hob parallel dazu ihre Gewinnschätzungen für das Geschäftsjahr 2026 an. Die Experten verweisen auf eine voraussichtlich stärkere Profitabilität.
Monopolstellung federt China-Risiken ab
Auf der Milken Institute Global Conference betonte CEO Fouquet kürzlich, dass die Monopolstellung bei extrem ultravioletter Lithografie (EUV) intakt sei. Diese Dominanz hilft dem Konzern, geopolitische Gegenwinde auszugleichen. Die US-Regierung prüft weitere Exportbeschränkungen, die den Service für fortschrittliche Anlagen in China einschränken könnten.
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Bereits im ersten Quartal fiel der Anteil der China-Verkäufe am Gesamtumsatz auf 19 Prozent, nach 36 Prozent im Vorquartal. Ein überparteilicher US-Gesetzentwurf, der sogenannte MATCH Act, zielt nun sogar auf ein Verbot der älteren DUV-Maschinen ab.
ASML fängt diese potenziellen Ausfälle bisher auf. Die Nachfrage nach margenstarken EUV-Anlagen aus Taiwan, Südkorea und den USA kompensiert das schwächere China-Geschäft. Ein laufendes Aktienrückkaufprogramm stützt den Kurs zusätzlich. Im ersten Quartal erwarb das Unternehmen eigene Papiere im Wert von rund 1,1 Milliarden Euro.
Margendruck im zweiten Quartal
Der nächste Prüfstein für die Bewertung folgt am 15. Juli mit den Zahlen zum zweiten Quartal. Das Management rechnet kurzfristig mit einer schwächeren Bruttomarge und einem sequenziellen Rückgang der Auslieferungsvolumina. Hält die starke Nachfrage der KI-Kunden aus den USA und Asien an, dürfte dieser temporäre Rücksetzer die langfristige Wachstumsstory kaum gefährden.
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