Asml Aktie: Chancenreicher Höhenflug

Eine deutliche Ratinganhebung und ein kräftiges Kursziel von Bernstein Research treiben die ASML-Aktie auf Rekordniveau. Der Fokus liegt auf dem Wachstumspotenzial durch KI-getriebene Speicherchips.

Kurz zusammengefasst:
  • Rating von Market Perform auf Outperform erhöht
  • Kursziel von Bernstein auf 1.300 Euro angehoben
  • KI-Server treiben Nachfrage nach Speicherchips
  • Speichermarkt als neuer Wachstumstreiber für Asml

ASML steht wieder einmal im Mittelpunkt des Halbleitersektors. Ein deutlich angehobenes Analystenrating hat die Fantasie der Anleger neu entfacht – vor allem mit Blick auf Speicherchips und Künstliche Intelligenz. Im Kern geht es um die Frage, ob der lange unterschätzte Speicherbereich zum nächsten großen Wachstumstreiber für den EUV-Spezialisten wird.

Bernstein dreht deutlich auf

Auslöser der aktuellen Kursstärke ist eine deutliche Einstufungsänderung von Bernstein Research. Die Analysten hoben ihre Bewertung für ASML von „Market Perform“ auf „Outperform“ an und unterstreichen damit ihre gestiegene Überzeugung für die kurzfristigen Perspektiven.

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Begleitet wird der Schritt von einem kräftigen Kurszielsprung: Das Ziel wurde von 800 auf 1.300 Euro angehoben. Aus Sicht von Bernstein ergibt sich damit ein erhebliches Aufwärtspotenzial gegenüber dem bisherigen Bewertungsniveau. Die positive Einstufung stützt sich vor allem auf eine Neubewertung des Speicherchipmarktes und der Rolle von ASML in diesem Segment.

Aktuell notiert die Aktie bei 1.053,20 Euro und liegt damit klar über ihren mittelfristigen Durchschnittskursen. Auf Sicht von zwölf Monaten ergibt sich ein Kursplus von gut 42 %, was den bestehenden Aufwärtstrend untermauert.

AI und DRAM als unterschätzte Treiber

Bislang standen bei ASML vor allem Logikchips – also Prozessoren – im Fokus vieler Investoren. Bernstein widerspricht dieser einseitigen Sicht und rückt den Speicherbereich in den Mittelpunkt. Die Analysten sehen in DRAM (Dynamic Random Access Memory) einen Wachstumsmotor, den der Markt bisher zu defensiv eingeschätzt hat.

Der Hintergrund: Die rasant steigende Nachfrage nach KI-Servern erzeugt einen enormen Bedarf an Hochleistungs-Speicher, insbesondere High Bandwidth Memory (HBM). Diese Bausteine sind zentral für das Training und den Betrieb großer KI-Modelle.

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Um diese Nachfrage bedienen zu können, müssen Speicherhersteller wie Samsung Electronics, SK Hynix und Micron ihre Fertigungskapazitäten ausbauen. Das geht nicht ohne neue Anlagen – und genau hier kommt ASML mit seinen EUV-Lithographiesystemen ins Spiel. Laut Bernstein führt der anziehende Kapazitätsausbau im Speichersegment zu steigenden Bestellungen für ASML, zusätzlich zum bestehenden Geschäft mit Logikchips.

Marktreaktion und Kennzahlen

Die Börse hat die neue Einschätzung schnell eingepreist. Nach der Veröffentlichung der Studie legte die ASML-Aktie in kurzer Zeit um rund 7 % bis 8,8 % zu und kletterte über die Marke von 1.050 Euro. Damit erreichte der Wert ein neues Rekordniveau und bewegt sich nur wenige Prozent unter dem 52‑Wochen-Hoch von 1.106 Euro.

Wichtige Punkte im Überblick:

  • Rating-Anhebung: von „Market Perform“ auf „Outperform“ (Bernstein)
  • Neues Kursziel: 1.300 Euro (zuvor 800 Euro)
  • Zentrale Begründung: stärkeres Wachstum im DRAM- und HBM-Segment, getrieben durch KI-Server
  • Marktumfeld: anhaltende Nachfrage nach EUV-Systemen, besonders für Speicheranwendungen

Technisch betrachtet unterstreicht der Abstand von knapp 40 % zum 200-Tage-Durchschnitt den etablierten Aufwärtstrend. Gleichzeitig signalisiert ein RSI von 46,2 kein überkauftes Extremniveau, sondern eher eine gesunde Konsolidierungszone innerhalb des Trends.

Ausblick: EUV-Jahre 2026 und 2027

Bernstein blickt über den aktuellen Kurssprung hinaus und erwartet vor allem für 2026 und 2027 besonders starke Jahre für EUV im Speichermarkt. Bisher waren viele Speicherhersteller durch begrenzte Reinraumkapazitäten eingeschränkt. Mit neuen Werken verschiebt sich die Engstelle nun zunehmend auf die Verfügbarkeit von Equipment – ein Umfeld, das ASML zugutekommt.

Entscheidend wird, ob sich die hohen Erwartungen bald auch in der Auftragslage niederschlagen. Hier richtet sich der Blick auf die anstehenden Quartalszahlen Ende Januar. Dann wird sichtbar, in welchem Umfang die zusätzlichen Speicherinvestitionen bereits im Orderbuch angekommen sind und wie stark der DRAM- und HBM-Boom tatsächlich auf das Geschäft von ASML durchschlägt.

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