ASML Aktie: Ereignisreiche Tage voraus
ASML veröffentlicht Quartalsergebnisse und sieht sich mit einem US-Gesetzesentwurf konfrontiert, der das China-Geschäft massiv einschränken könnte. Die Aktie reagierte bereits mit Kursverlusten.

Kurz zusammengefasst
- US-Gesetzentwurf bedroht ASMLs China-Umsatz
- Starker Auftragsbestand von über 38 Milliarden Euro
- Quartalszahlen und Hauptversammlung stehen an
- Aktie legte seit Jahresbeginn deutlich zu
Mittwoch wird für ASML-Aktionäre zum Prüfstein. Das niederländische Halbleiterunternehmen veröffentlicht am 15. April seine Quartalszahlen — und muss gleichzeitig Stellung zu einem neuen US-Gesetzesvorhaben beziehen, das das China-Geschäft empfindlich treffen könnte.
Der MATCH Act und seine Folgen
Die eigentliche Unruhe kommt aus Washington. Eine parteiübergreifende Gruppe von US-Abgeordneten hat den sogenannten MATCH Act eingebracht — ein Gesetz, das China den Zugang zu Chipfertigungsanlagen weitgehend abschneiden soll. Konkret würde es auch ASMLs DUV-Lithografiemaschinen erfassen, die bislang noch an chinesische Kunden geliefert werden durften. Namentlich genannt werden SMIC, Hua Hong, Huawei, CXMT und YMTC als Unternehmen, die keine Maschinen mehr kaufen oder warten lassen dürften.
Die Reaktion an den Märkten ließ nicht lange auf sich warten: Die ASML-Aktie verlor nach Bekanntwerden des Vorschlags 2,6 Prozent. ASML selbst wollte sich nicht äußern, das niederländische Außenministerium verwies darauf, keine Stellungnahmen zu ausländischen Gesetzentwürfen abzugeben.
Der Zeitpunkt ist heikel. ASML hatte im Januar bereits angekündigt, dass China 2026 nur noch rund 20 Prozent des Umsatzes ausmachen werde — nach 33 Prozent im Vorjahr. Diese Prognose entstand noch vor dem MATCH Act. Sollte das Gesetz in Kraft treten, könnte der Anteil weiter sinken. Die Bank of America schätzt in einem Szenario mit vollständigem Verbot von Immersionslithografie-Anlagen, dass ASMLs Umsatz um 14 bis 15 Prozent und das EBIT um 16 bis 17 Prozent zurückgehen könnten. Analysten betonen allerdings, dass der Gesetzentwurf erst den Anfang des US-Gesetzgebungsverfahrens markiert.
Starkes Auftragsbuch als Puffer
Trotz des regulatorischen Gegenwinds steht ASML mit einem Auftragsbestand von über 38 Milliarden Euro vergleichsweise solide da. Mehr als die Hälfte der neuen Buchungen entfällt auf EUV-Systeme. Ende März gab SK Hynix bekannt, EUV-Anlagen im Wert von rund 8 Milliarden US-Dollar bei ASML zu bestellen — die größte öffentlich bekannte Einzelbestellung eines ASML-Kunden überhaupt, mit Lieferung bis Ende 2027.
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Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Management einen Nettoumsatz zwischen 34 und 39 Milliarden Euro bei einer Bruttomarge von 51 bis 53 Prozent. Für das erste Quartal liegt die eigene Prognose bei 8,2 bis 8,9 Milliarden Euro Umsatz — Analysten rechnen mit einem Gewinn je Aktie von 7,67 US-Dollar.
Voller Terminkalender
Auf die Quartalszahlen am Mittwoch folgt eine dichte Agenda. Am 22. April findet die Hauptversammlung in Veldhoven statt, auf der unter anderem Marco Pieters als neuer Chief Technology Officer für vier Jahre bestellt werden soll. CFO Roger Dassen und COO Frédéric Schneider-Maunoury sollen ebenfalls wiederbestellt werden. Am 24. April wird eine Bardividende von 2,70 Euro je Aktie ausgezahlt.
Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 27 Prozent zugelegt und notiert damit deutlich über ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Wie CEO Christophe Fouquet am Mittwoch die Lage in China kommentiert, dürfte maßgeblich bestimmen, wie der Markt die nächsten Wochen bewertet.
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