Der niederländische Chipausrüster ASML gerät erneut ins Kreuzfeuer der US-chinesischen Handelsspannungen. Am Freitag verschärften die USA ihre Exportkontrollen und schlossen ein wichtiges Schlupfloch für Halbleiterhersteller. Die Folge: ASML-Aktien rauschten ab, und das gesamte Segment kam unter Druck. Kann sich der Weltmarktführer aus dieser neuen Zwickmühle befreien?
USA ziehen die Daumenschrauben an
Das US-Handelsministerium hat Samsung und SK Hynix den privilegierten „Validated End-User“-Status entzogen – eine Entscheidung mit weitreichenden Folgen. Bisher konnten diese Konzerne amerikanische Halbleiterausrüstung mit weniger bürokratischen Hürden in ihre chinesischen Fabriken liefern.
Jetzt müssen sie für jede Lieferung einzelne Lizenzen beantragen. Das Pikante dabei: Die Behörden signalisieren bereits, dass sie keine Genehmigungen für Kapazitätserweiterungen oder Technologie-Upgrades in China erteilen wollen. Für ASML und andere Ausrüster bedeutet das weniger Aufträge aus dem Reich der Mitte.
Dominoeffekt erfasst ganze Branche
Die Reaktion an den Märkten ließ nicht lange auf sich warten. ASML-Aktien verloren in den USA 2,73 Prozent, und auch Konkurrenten wie Applied Materials gerieten ins Trudeln. Der Grund: China ist für viele Chipausrüster ein Milliardenmarkt, und jede Beschränkung dort schmerzt empfindlich.
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Besonders bitter für ASML – obwohl das Unternehmen aus den Niederlanden stammt, unterliegen seine Systeme den US-Bestimmungen, sobald amerikanische Technologie verbaut ist. Die „Foreign Direct Product Rule“ macht’s möglich.
Wachstumspläne in Gefahr?
Noch im Juli hatte ASML für 2025 ein Umsatzwachstum von rund 15 Prozent prognostiziert. China spielte dabei eine zentrale Rolle als Wachstumstreiber. Doch die neuen Restriktionen werfen Schatten auf diese Pläne.
Die betroffenen Chipriesen haben zwar noch 120 Tage Zeit, um sich auf die verschärften Regeln einzustellen. Doch die Unsicherheit bleibt: Wie stark wird sich das auf ASMLs Auftragsbücher auswirken? Erste Antworten könnte der Quartalsbericht für das dritte Quartal 2025 liefern – die erste Gelegenheit für das Management, die neuen Herausforderungen zu bewerten.
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