ASML Aktie: Gewerkschaften blockieren Stellenabbau
ASMLs Umstrukturierung mit 1.700 geplanten Entlassungen wird von Gewerkschaften blockiert, die den Widerspruch zu gleichzeitigen Expansionsplänen kritisieren. Die Einigungsfrist ist verstrichen.

Kurz zusammengefasst
- Gewerkschaften blockieren Abbau von 1.700 Stellen
- Widerspruch zwischen Entlassungen und Expansionsplänen
- Sozialplan wird als unzureichend kritisiert
- Nächste Schritte bis zur Quartalsveröffentlichung am 15. April
ASML steckt mitten in einem Umstrukturierungsprozess, der zunehmend von internen Konflikten geprägt wird. Die selbst gesetzte Frist zum 1. April für eine Einigung mit den Gewerkschaften ist verstrichen — ohne Ergebnis.
Widerspruch zwischen Abbau und Expansion
Der Kern des Streits ist ein offensichtliches Paradox: ASML plant, rund 1.700 Stellen zu streichen — 1.400 davon in den Niederlanden, 300 in den USA — und gleichzeitig einen zweiten Campus nahe dem Eindhoven Airport zu errichten, der langfristig bis zu 20.000 neue Mitarbeiter aufnehmen soll. Die ersten 5.000 sollen bereits Anfang 2028 einziehen. Die aktuelle niederländische Belegschaft zählt rund 23.000 Personen.
Genau diesen Widerspruch machen die Gewerkschaften zum zentralen Argument gegen die geplanten Entlassungen. FNV-Verhandlungsführer Peter Reniers fordert ASML auf, intern nach Umsetzungsmöglichkeiten zu suchen, statt Mitarbeiter zu entlassen. Gestützt wird diese Position durch die Finanzkraft des Unternehmens: 2025 erzielte ASML einen Nettogewinn von 9,6 Milliarden Euro, und ein Aktienrückkaufprogramm über 12 Milliarden Euro läuft parallel zum Stellenabbau.
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Die Gewerkschaften kritisieren zudem den vorgelegten Sozialplan als unzureichend — er biete zu wenig Sicherheit bei Weitervermittlung und Laufzeit. ASML betont, den Prozess fortzuführen und an einem Sozialplan zu arbeiten, der Umschulungen und Abfindungen regelt.
Nächste Schritte bis April 15
Der unmittelbare Fokus liegt jetzt auf dem 7. April, wenn die Gewerkschaften ihre formelle Stellungnahme zum Sozialplan abgeben. Im Mai folgt die offizielle Stellungnahme des Betriebsrats.
Am 15. April veröffentlicht ASML die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 — vor Börseneröffnung. Neben Auftragseingängen und EUV-Lieferdaten wird CEO Christophe Fouquet erklären müssen, wie das Unternehmen den Stellenabbau ohne operative Reibungsverluste bewältigen will. Die Quartalszahlen dürften zeigen, ob der laufende Umbau die Auslieferungen von High-NA-Systemen und den Kundensupport bislang unberührt gelassen hat.
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