Asml Aktie: Glanzvolle Zeiten voraus!

Trotz TSMCs Verzicht auf High-NA-EUV und drohendem US-Exportgesetz zeigt sich ASML robust. Ein milliardenschweres Auftragspolster stützt die Aktie.

Redaktion Stock-World ·
Asml Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • TSMC verschiebt High-NA-EUV-Einsatz
  • Intel und Samsung setzen auf neue Technologie
  • MATCH Act bedroht China-Geschäft
  • Auftragsbestand bei 38,8 Milliarden Euro

Zwei Nachrichten belasten ASML gleichzeitig — und trotzdem zeigt die Aktie Stärke. Der Aufschub von TSMCs High-NA-EUV-Einstieg und ein neues US-Gesetz gegen China-Exporte sorgen für Unsicherheit. Das Auftragsbuch erzählt eine andere Geschichte.

TSMC wartet, Intel und Samsung nicht

TSMC plant bis 2029 keinen Einsatz von ASMLs neuesten High-NA-EUV-Maschinen in der Serienproduktion. Das Gerät kostet über 350 Millionen Euro pro Stück. TSMC will schlicht Geld sparen.

Für ASML ist das unangenehm. Das Unternehmen rechnet damit, dass High-NA-EUV ab 2027 und 2028 in die Massenproduktion einzieht. Die Technologie gilt als wichtiger Baustein für das Umsatzziel von bis zu 60 Milliarden Euro im Jahr 2030.

Allerdings steht TSMC mit seiner Zurückhaltung allein. Intel setzt die Maschine bereits für die Entwicklung seines 14A-Prozesses ein. Samsung hat Ende 2025 sein erstes High-NA-Gerät erhalten und plant für das erste Halbjahr 2026 ein zweites.

Bernstein-Analysten sehen die TSMC-Entscheidung gelassen. Sie verweisen darauf, dass TSMC bereits vor einem Jahr signalisiert hatte, High-NA für den A14-Knoten nicht zu nutzen. Der Einstieg bei A10 im Jahr 2030 sei ohnehin der Basisfall gewesen. Bernstein schreibt sogar: Eine langsamere High-NA-Adoption sei für ASML „wahrscheinlich neutral oder sogar positiv.“ UBS und Citi sehen die Technologie bis Ende des Jahrzehnts bei 15 bis 20 Prozent der Lithografie-Umsätze.

MATCH Act: US-Gesetz zielt auf China-Geschäft

Parallel dazu treibt eine Gruppe parteiübergreifender US-Abgeordneter den sogenannten MATCH Act voran. Das Gesetz würde auch ASMLs ältere DUV-Maschinen für China sperren — jene Geräte, die chinesische Chipfertiger bislang noch kaufen dürfen.

Besonders heikel: Das Gesetz würde nicht nur neue Lieferungen blockieren, sondern auch Wartung und Upgrades an bereits installierten Maschinen einschränken. Das trifft einen wiederkehrenden Umsatzstrom. Der Anteil Chinas am Systemumsatz ist bereits gefallen — von 36 Prozent im Dezemberquartal auf 19 Prozent im ersten Quartal 2026.

Der Gesetzentwurf räumt der US-Regierung 150 Tage ein, um mit Verbündeten abgestimmte Exportkontrollen auszuhandeln. Scheitern die Gespräche, folgen einseitige Maßnahmen.

Auftragspolster gibt Rückendeckung

Das Kerngeschäft läuft robust. ASML baut dieses Jahr mindestens 60 Standard-EUV-Systeme — 36 Prozent mehr als der Fünfjahresdurchschnitt. Für 2027 peilt das Management 80 Einheiten an.

SK Hynix, Samsung und Micron füllen das Auftragsbuch. Der Auftragsbestand liegt bei 38,8 Milliarden Euro. SK Hynix und Samsung haben allein im vergangenen Monat EUV-Bestellungen im Wert von je rund 8 Milliarden Dollar aufgegeben. Samsung orderte obendrein 50 Maschinen älterer Bauart.

Für 2026 erwartet ASML einen Umsatz zwischen 36 und 40 Milliarden Euro bei einer Bruttomarge von 51 bis 53 Prozent. Das Management betont, die Bandbreite der Prognose decke mögliche Szenarien aus den laufenden Exportkontroll-Diskussionen ab.

Die Aktie notiert bei rund 1.200 Euro und hat seit Jahresbeginn gut 21 Prozent zugelegt. Acht von acht bei TipRanks erfassten Analysten empfehlen den Kauf — mit einem durchschnittlichen Kursziel von 1.757 Dollar.

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ASML Holding Aktie

1.600,00 EUR

– 16,20 EUR -1,00 %
KGV 60,44
KUV 16,33
Sektor Technologie
Div.-Rendite 0,28 %
Marktkapitalisierung 616,48 Mrd. EUR
Ø Kursziel 2.044,69 EUR
ISIN: NL0010273215 WKN: A1J4U4

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