ASML hat Geschichte geschrieben: Als erst drittes europäisches Unternehmen knackte der niederländische Halbleiterausrüster die Marke von 500 Milliarden Dollar Börsenwert. Der Sprung gelang dank einer Ankündigung aus Taiwan, die zeigt: Der Hunger nach KI-Chips und den Maschinen zu ihrer Herstellung ist größer als gedacht.
TSMC legt massiv nach
Der Auslöser kam vom wichtigsten Kunden. Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) plant für 2026 Investitionen zwischen 52 und 56 Milliarden Dollar – ein Plus von 32 Prozent gegenüber 2025. Die Analysten von Visible Alpha hatten lediglich 46 Milliarden erwartet.
Die Details:
– 70 bis 80 Prozent fließen in fortschrittliche Logik-Technologie
– Umsatzwachstum von 30 Prozent erwartet
– Neue Reinräume sollen 2028/29 ausgestattet werden
David Dai von Bernstein sieht für 2026 ein Wachstum bei fortschrittlicher Logik-Ausrüstung von rund 30 Prozent. Die Nachfrage dürfte sich 2028/29 noch beschleunigen, wenn TSMC seine neuen Fertigungsstätten mit Maschinen bestückt.
Nur zwei andere Europäer vor ASML
Die ASML-Aktie schoss in Amsterdam zeitweise um 7,6 Prozent nach oben und markierte ein Allzeithoch. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 24 Prozent zu Buche, binnen zwölf Monaten sind es 75 Prozent. Der Börsenwert kletterte auf etwa 453 Milliarden Euro.
Vor ASML erreichten nur der Luxuskonzern LVMH und der Pharmakonzern Novo Nordisk diese Schwelle unter den europäischen Unternehmen.
Analysten bleiben optimistisch
Die Wall Street zeigt sich überzeugt: 74 Prozent der Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf. Bernstein SocGen bestätigte sein Kursziel von 1.300 Euro, JP Morgan hob das Ziel kürzlich von 1.275 auf 1.518 Dollar an.
Han Dieperink, Investmentchef bei Aureus, sieht den Grund für die Rally klar: „Der Markt hat unterschätzt, wie groß die Nachfrage nach KI ist. Die Umsetzung läuft schneller als erwartet.“
Ausblick wird besser
Am 28. Januar legt ASML die Zahlen für das vierte Quartal vor. Zwar hatte das Unternehmen für 2026 bislang nur moderates Wachstum prognostiziert. Doch Analysten von Citi weisen darauf hin, dass die Ausgabenpläne von TSMC die Aussichten für 2027 und darüber hinaus aufhellen.
Hinzu kommt verstärkte Nachfrage von Micron sowie den koreanischen Chipherstellern Samsung und SK Hynix. Der Engpass bei KI-Speicherchips verschärft sich – und ASML liefert die Maschinen, die alle brauchen.
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