ASMLs Hauptversammlung am 22. April in Veldhoven rückt näher — und die Tagesordnung zeigt, wie das Unternehmen Führungskontinuität mit gezielter Erneuerung verbindet. Gleichzeitig läuft das Aktienrückkaufprogramm auf Hochtouren.
Personelle Weichenstellungen im Vorstand
Im Board of Management stehen drei Entscheidungen an: Marco Pieters soll als neuer Chief Technology Officer für vier Jahre berufen werden. CFO Roger Dassen und COO Frédéric Schneider-Maunoury sollen für vier beziehungsweise zwei Jahre wiederbestellt werden. Mit diesen Ernennungen umfasst das Board of Management künftig sechs Mitglieder.
Auch der Aufsichtsrat wird teilweise neu besetzt. Alexander Everke scheidet nach der HV aus, da er nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung steht. Als Nachfolger nominiert der Aufsichtsrat Benjamin Loh, ehemaliger Präsident und CEO von ASM International, der mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung in der Halbleiter- und Elektronikindustrie mitbringt. Terri Kelly, seit 2018 im Gremium und stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats, soll für weitere zwei Jahre wiederbestellt werden.
Rückkäufe und Wachstum trotz China-Gegenwind
Parallel zur Governance-Agenda kauft ASML konsequent eigene Aktien zurück. Allein in der Woche vom 9. bis 13. März erwarb das Unternehmen rund 107.000 Aktien für insgesamt rund 125 Millionen Euro. Das im Januar angekündigte Programm sieht Rückkäufe von insgesamt 12 Milliarden Euro bis 2028 vor.
Das größte strategische Thema bleibt der Rückgang des China-Geschäfts. Der Anteil am Umsatz sank von 41 Prozent im Jahr 2024 auf 33 Prozent in 2025 — für 2026 wird ein weiterer Rückgang auf rund 20 Prozent erwartet. Exportbeschränkungen, die EUV-Lieferungen nach China seit 2019 faktisch unterbinden, und verschärfte Regeln für fortschrittliche DUV-Systeme sind die Ursache.
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Den Ausfall kompensiert ASML durch starkes Wachstum in anderen Regionen: Taiwan legte im Jahresvergleich um rund 175 Prozent zu, Südkorea um etwa 46 Prozent, Japan um rund 50 Prozent. Das Management erwartet, dass der Gesamtumsatz 2026 das Niveau von 2025 nicht unterschreiten wird. Die Umsatzguidance für 2026 liegt bei 34 bis 39 Milliarden Euro — ein Plus von rund 12 Prozent zum Mittelpunkt.
Langfristig setzt ASML auf High-NA-EUV-Systeme, die zu Stückpreisen von rund 380 Millionen Dollar die nächste Generation der Chipfertigung ermöglichen, sowie auf den Einstieg in die Back-End-Ausrüstung mit einem Hybrid-Bonding-System für fortschrittliche Chip-Packaging-Technologien. Für 2030 peilt das Unternehmen einen Umsatz zwischen 44 und 60 Milliarden Euro an.
Die ASML-Aktie notiert aktuell rund 8 Prozent unterhalb ihres 52-Wochen-Hochs, hat seit Jahresbeginn aber bereits rund 21 Prozent zugelegt.
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