ASML steht vor einer Neubewertung durch den Markt. Während das niederländische Unternehmen noch im Januar Rekordzahlen vorlegte, sorgen nun drei Faktoren gleichzeitig für Verunsicherung: gedämpfte Wachstumserwartungen für 2026, eine Analystenherabstufung und neue chinesische Exportbeschränkungen für seltene Erden – Materialien, die für ASML’s Lithographiemaschinen unverzichtbar sind.
Kursrutsch nach Stimmungsumschwung
Die Aktie verlor 5,3 Prozent. Verantwortlich dafür war eine Kombination aus verschärften Zweifeln am Wachstum 2026 und der Sorge, dass die Umsatzprognosen nach unten korrigiert werden müssen. Hinzu kommt der anhaltende Druck durch geopolitische Spannungen, insbesondere Zollrisiken und strengere Exportkontrollen.
Zacks Research stufte die Aktie am 5. März von „Strong Buy“ auf „Hold“ zurück. Die Begründung: Die Aussichten für 2026 erscheinen weniger optimistisch als zuvor angenommen, zudem werden sinkende Auslieferungen von EUV-Anlagen erwartet.
Chinas Exportbeschränkungen als neuer Risikofaktor
Eine zusätzliche Belastung kommt aus Peking. Seit dem 3. März gelten neue chinesische Exportkontrollen für seltene Erden – Rohstoffe, die ASML für seine hochkomplexen Lithographiesysteme benötigt. Die Maßnahme erhöht das Lieferkettenrisiko deutlich. Gleichzeitig erwarten Analysten für 2026 eine schwächere Nachfrage aus China, was das Umsatzwachstum zusätzlich belasten dürfte.
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Solide Fundamentaldaten bieten Gegenpol
Trotz der kurzfristigen Belastungen bleibt die finanzielle Basis stark. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte ASML einen Umsatz von 32,7 Milliarden Euro bei einer Bruttomarge von 52,8 Prozent. Der Nettogewinn stieg von 7,6 Milliarden Euro im Vorjahr auf 9,6 Milliarden Euro. Für 2026 peilt das Unternehmen Erlöse zwischen 34 und 39 Milliarden Euro an.
Besonders bemerkenswert: Der Auftragseingang im vierten Quartal 2025 erreichte mit 13,2 Milliarden Euro einen Rekordwert – ein Plus von 144 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Allein die EUV-Bestellungen beliefen sich auf 7,4 Milliarden Euro. Der Auftragsbestand von rund 41,9 Milliarden US-Dollar verschafft ASML ungewöhnlich hohe Planungssicherheit für einen Ausrüster. Zudem kündigte das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm von bis zu 12 Milliarden Euro bis Ende 2028 an. Die Dividende für 2025 soll auf 7,50 Euro je Aktie steigen – ein Anstieg um 17 Prozent.
Wie es weitergeht
Am 15. April folgen die Quartalszahlen. Dann wird sich zeigen, ob ASML seine Jahresprognose bestätigen kann und wie das Unternehmen die Auswirkungen der chinesischen Exportbeschränkungen einschätzt. Die Migration der Kunden zu noch fortschrittlicheren 3- und 2-Nanometer-Fertigungen erhöht den Bedarf an EUV-Systemen – langfristig ein Wachstumstreiber. Kurzfristig dominieren jedoch die Unsicherheiten rund um China und die Nachfrageentwicklung 2026.
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