ASML hat den Markt mit einem massiven Auftragsschub überrascht. Der niederländische Chipausrüster meldete für das vierte Quartal 2025 Bestellungen in Höhe von 13,2 Milliarden Euro – mehr als doppelt so viel wie erwartet. Der Auftragsbestand reicht nun bis weit ins Jahr 2027, angetrieben durch die anhaltende KI-Nachfrage.
Bestellungen sprengen Prognosen
Die Zahlen übertreffen selbst optimistische Erwartungen deutlich. Analysten hatten mit Nettobuchungen zwischen 6 und 7 Milliarden Euro gerechnet. Tatsächlich erreichte ASML 13,2 Milliarden Euro. Der gesamte Auftragsbestand wuchs dadurch auf 38,8 Milliarden Euro an.
Bemerkenswert ist die Verschiebung in der Zusammensetzung: Erstmals machten Aufträge für Speicherchips mit 56 Prozent den größten Anteil aus und überholten damit Logic-Chips. Dies deutet auf eine breite Erholung im Halbleitermarkt hin, die über den KI-Boom hinausgeht.
Für das Gesamtjahr 2025 meldete ASML einen Umsatz von 32,7 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von 9,6 Milliarden Euro – beides Rekordwerte. Die Prognose für 2026 liegt zwischen 34 und 39 Milliarden Euro Umsatz.
Aktienrückkauf und Dividende
Parallel zur operativen Stärke kündigte das Unternehmen ein neues Aktienrückkaufprogramm über bis zu 12 Milliarden Euro an, das bis 2028 läuft. Die Dividende soll auf 7,50 Euro je Aktie steigen – ein Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
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Trotz der positiven Zahlen bleibt ASML auf Effizienz fokussiert. Rund 1.700 Stellen werden weltweit abgebaut, um die Organisation für die nächste Wachstumsphase zu straffen.
Analysten heben Kursziele an
Die Reaktion der Finanzbranche folgte umgehend. Wells Fargo erhöhte das Kursziel von 1.450 auf 1.650 US-Dollar bei einer Overweight-Einstufung. Barclays stufte die Aktie von Equal-Weight auf Overweight hoch. UBS bestätigte die Kaufempfehlung mit einem Ziel von 1.500 Euro, während Bernstein das Kursziel auf 1.600 Euro anhob.
Die Analysten sehen ASML gut positioniert, um geopolitische Risiken zu managen. Der Umsatzanteil mit China soll sich 2026 bei rund 20 Prozent normalisieren – ein stabilerer Wert nach den Schwankungen der vergangenen Quartale. Mit einem Auftragsbestand, der die Produktion für Jahre sichert, dürfte ASML vom anhaltenden Kapazitätsausbau der Halbleiterindustrie profitieren.
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