Die Aktie des Chipausrüsters ASML kennt derzeit nur eine Richtung: nach oben. Mit einem Kurs von 1.167,80 Euro notiert das Papier auf einem neuen Allzeithoch und konnte seit Jahresanfang bereits über 18 Prozent zulegen. Treiber dieser Rallye ist jedoch nicht nur die allgemeine Marktstimmung, sondern eine massive Investitionsankündigung des wichtigsten Kunden TSMC, die die Auftragsbücher der Niederländer auf Jahre füllen dürfte.
Milliarden-Segen aus Taiwan
Verantwortlich für den jüngsten Schub ist vor allem die aktualisierte Ausgabenplanung von Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC). Der weltgrößte Auftragsfertiger hat für das Jahr 2026 ein Investitionsbudget (Capex) von gigantischen 52 bis 56 Milliarden US-Dollar angekündigt. Da TSMC etwa 70 bis 80 Prozent dieser Summe für fortschrittliche Technologien reserviert hat, profitiert ASML direkt: Das Unternehmen besitzt faktisch ein Monopol auf die essenziellen EUV-Lithographiemaschinen, ohne die moderne Hochleistungschips nicht produziert werden können.
Marktbeobachter werten diesen Schritt als massiven Vertrauensbeweis in die zukünftige Nachfrage. Die Investitionen garantieren ASML eine hohe Planungssicherheit und Visibilität für die Umsatzentwicklung der kommenden Jahre.
Analysten überbieten sich mit Kurszielen
Die Reaktion der Finanzwelt auf diese Entwicklung fiel eindeutig aus. In den letzten Wochen gab es eine Reihe signifikanter Kurszielerhöhungen:
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- Morgan Stanley hob das Kursziel um bemerkenswerte 40 Prozent auf 1.400 Euro an und bezeichnete die Aktie als „Top Pick“. Die Bank sieht 2027 als potenzielles Spitzenjahr für das Gewinnwachstum.
- RBC Capital startete die Bewertung mit einem Ziel von 1.550 US-Dollar und sieht ASML als Hauptprofiteur der anhaltenden KI-Investitionen.
- Aletheia Capital vollzog bereits Anfang Januar eine Kehrtwende und stufte die Aktie von „Verkaufen“ direkt auf „Kaufen“ hoch – mit einer Verdopplung des Kursziels auf 1.500 US-Dollar.
Begleitet wird dieser Optimismus von verstärkten Aktivitäten institutioneller Anleger. Vermögensverwalter wie Evergreen Capital Management bauten ihre Positionen zuletzt deutlich aus, was das Kursniveau zusätzlich stützt.
Zahlenvorlage und Ausblick
Der nächste wichtige Impuls steht unmittelbar bevor: Am 28. Januar 2026 wird ASML die Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 veröffentlichen. Das Hauptaugenmerk der Anleger liegt dabei auf dem Auftragseingang. Experten von Rothschild Redburn prognostizieren hier einen Wert von 7,05 Milliarden Euro, was deutlich über den allgemeinen Markterwartungen läge.
Entscheidend für die Fortsetzung der Rekordjagd wird neben den reinen Zahlen der konkrete Ausblick auf den Rest des Jahres 2026 sein. Investoren erwarten zudem Hinweise auf die Akzeptanz der neuen High-NA EUV-Systeme. Sollten sich im April beim TSMC Technology Symposium Pläne für eine beschleunigte Massenproduktion mit dieser neuen Technologie bestätigen, wäre das fundamentale Fundament für weitere Kurssteigerungen gelegt.
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