ASML Aktie: Samsung baut High-NA-Partnerschaft aus
ASML baut Partnerschaften für High-NA-EUV aus, startet einen neuen Industriecampus und meldet weitere Aktienrückkäufe trotz schwächerem Kurs

Kurz zusammengefasst
- Samsung vertieft Kooperation mit ASML
- TSMC treibt Photomasken-Projekt bis 2031
- Intel verarbeitet über eine Million Wafer
- Neuer Campus soll 20.000 Arbeitsplätze bieten
ASML treibt die nächste Generation seiner Lithografietechnik mit gleich mehreren strategischen Allianzen voran. Die Aktie notiert aktuell bei 1.420,00 Euro und damit 4,9% unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt – trotz einer Nachrichtenlage, die auf technologischen Fortschritt statt auf Rückschläge hindeutet.
Samsung und TSMC steigen tiefer ein
Anfang der Woche gaben Samsung Electronics und ASML den Ausbau ihrer strategischen Partnerschaft bekannt. Im Zentrum steht die Zusammenarbeit an der High-NA-EUV-Lithografie sowie an fortschrittlichen Fertigungstechnologien für Halbleiter. Samsung schließt sich zudem einer Brancheninitiative für eine 12-Zoll-Photomasken-Plattform an und will als erstes Unternehmen der Branche High-NA-EUV-Systeme für die künftige DRAM-Fertigung einsetzen.
Bereits am 7. September hatten ASML und TSMC eine branchenweite Kooperation gestartet, um den Übergang zu 12-Zoll-Photomasken voranzutreiben. Ziel ist eine Pilotlinie bis 2031, die den Weg für 12-Zoll-High-NA-Lithografiesysteme in der Fertigung fortschrittlicher Chip-Knoten bis 2033 ebnen soll.
Parallel meldete Intel Foundry gemeinsam mit ASML weitere Fortschritte beim Einsatz von High-NA-EUV in der Massenfertigung: Mehr als eine Million Wafer wurden inzwischen mit der Technologie verarbeitet.
Diese Häufung an Kooperationsmeldungen unterstreicht, dass die größten Chiphersteller der Welt ihre Fertigungsstrategien eng an ASMLs Technologie-Roadmap ausrichten. Für Anleger ist das ein Signal, dass die Nachfrage nach den teuersten und komplexesten Lithografiesystemen des Unternehmens auf Jahre hinaus gesichert erscheint.
Neuer Industriecampus und laufender Rückkauf
Ergänzend zur technologischen Front expandiert ASML physisch: Am 8. September begann der Bau eines zweiten großen Industriecampus in der Brainport-Region. Das mehrstufige Projekt soll am Ende rund 350.000 Quadratmeter umfassen und Platz für bis zu 20.000 Arbeitsplätze bieten. Die erste Phase, der Standort BIC North, soll 2029 fertiggestellt sein und mindestens 3.000 Mitarbeiter beherbergen.
Am Montag meldete ASML zudem neue Transaktionen im Rahmen seines laufenden Aktienrückkaufprogramms, das noch bis zum 23. Oktober läuft. Solche Rückkäufe signalisieren üblicherweise Vertrauen des Managements in die eigene Bewertung – auch wenn sie die fundamentale Nachrichtenlage nicht ersetzen.
Kursbild bleibt angeschlagen
Trotz der positiven operativen Entwicklungen zeigt sich der Kurs zuletzt schwächer: Binnen 30 Tagen verlor die Aktie 5,5%, der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 1.748,00 Euro beträgt inzwischen 19%. Auf Jahressicht steht dennoch ein Plus von 54% zu Buche, was die langfristige Erholung von den Tiefstständen im September 2025 unterstreicht.
Der nächste wichtige Termin für Anleger ist die Vorlage der Quartalszahlen am 14. Oktober. Bis dahin dürfte die Ausrichtung der Fertigungspartner Samsung, TSMC und Intel auf die High-NA-Technologie im Fokus der Marktbeobachter bleiben.
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