ASML: Bernstein bestätigt Kursziel von 2.452 Dollar
ASML erhält weiterhin starke Analystenunterstützung: Bernstein und Goldman Sachs bekräftigen ihre positiven Einschätzungen, während das Unternehmen starke Quartalszahlen und ein laufendes Aktienrückkaufprogramm vorweisen kann.

Kurz zusammengefasst
- Bernstein bestätigt Kaufempfehlung mit Kursziel 2.452 Dollar
- Goldman Sachs nimmt ASML in Conviction List auf
- Interimsdividende von 1,88 Euro ausgezahlt
- Aktienkurs seit Jahresbeginn um 74 Prozent gestiegen
ASML bleibt bei Analysten weiter hoch im Kurs. Bernstein bekräftigte am 10. August die Kaufempfehlung für die Aktie des niederländischen Lithografie-Spezialisten und beließ das Kursziel bei 2.452 US-Dollar. Bereits eine Woche zuvor hatte das Haus ASML zum „Top Q3 Pick“ ernannt.
Auch Goldman Sachs zeigt sich optimistisch: Die Bank nahm ASML Anfang August in ihre europäische Conviction List auf – ein Signal für besonders überzeugte Kaufempfehlungen. Bernstein selbst hatte Ende Juli erstmals eine Kaufempfehlung für den Titel ausgesprochen.
Dividende ausgezahlt, Rückkauf läuft weiter
Am 5. August zahlte ASML eine Interimsdividende von 1,88 Euro pro Aktie aus. Das Unternehmen hatte im zweiten Quartal zudem rund 1,1 Milliarden Euro im Rahmen seines Aktienrückkaufprogramms für die Jahre 2026 bis 2028 investiert. Beides unterstreicht die finanzielle Stärke des Chipausrüsters, der aktuell mit knapp 602 Milliarden Euro bewertet wird.
Die operative Basis dafür lieferten die Zahlen zum zweiten Quartal, die Mitte Juli veröffentlicht wurden: ASML erzielte einen Nettoumsatz von 9,3 Milliarden Euro bei einer Bruttomarge von 54,0 Prozent und einem Nettogewinn von 2,9 Milliarden Euro.
Die Ergebnisse übertrafen die eigene Prognose, wobei die Marge vor allem durch margenstarke Verkäufe im Bereich der installierten Basis gestützt wurde. Für das dritte Quartal stellt ASML einen Umsatz zwischen 11 und 12 Milliarden Euro sowie eine Bruttomarge von 55 bis 57 Prozent in Aussicht.
Kapazitätsausbau bei EUV-Systemen
Für das laufende Jahr plant ASML den Versand von rund 65 Low-NA-EUV-Systemen, was einem Wachstum der EUV-Systemumsätze von über 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.
Für 2027 will das Unternehmen die Kapazität für Low-NA-EUV- und DUV-Immersionssysteme um rund 30 Prozent gegenüber 2026 erhöhen und prüft eine weitere Steigerung um 30 Prozent für 2028.
Ein wichtiger technologischer Meilenstein: Intel Foundry hat mit der Massenfertigung eines Teils der Prozessoren der Core-Ultra-Series-3 (Panther Lake) begonnen, gefertigt mit ASMLs High-NA-EUV-Technologie EXE.
Bestimmte Fertigungsschritte des Intel-18A-Prozesses sind in Oregon inzwischen doppelt qualifiziert – sowohl auf der High-NA- als auch auf der etablierten NXE-Plattform –, und die Produktion erreicht dabei vergleichbare Ausbeuten wie das bestehende NXE-System.
Kursverlauf spiegelt die positive Dynamik
Die Aktie notiert aktuell bei 1.605,40 Euro und büßte im Tagesvergleich lediglich 0,1 Prozent ein. Auf Wochensicht steht dagegen ein Plus von 6,4 Prozent, seit Jahresbeginn hat sich der Kurs um 74 Prozent verteuert.
Vom 52-Wochen-Hoch bei 1.748,00 Euro, erreicht am 30. Juni, ist der Titel derzeit 8,2 Prozent entfernt – ein Abstand, der angesichts der zuletzt kräftigen Rally als moderate Verschnaufpause gelesen werden kann.
Analysten von Berenberg hoben das Kursziel für ASML im Juli auf 2.100 Euro von zuvor 1.570 Euro an. Die Kombination aus starkem Auftragsmomentum, hohen Margen und dem technologischen Vorsprung bei High-NA-EUV liefert die Grundlage für die anhaltend positive Einschätzung der Wall Street.
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