ASML: Guidance auf 36–40 Milliarden Euro erhöht

ASML korrigiert Umsatzerwartung nach oben, getrieben durch starke KI-Nachfrage und ein solides erstes Quartal.

Redaktion Stock-World ·
Asml Aktie (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • Umsatzziel auf bis zu 40 Milliarden Euro angehoben
  • Starkes Q1 mit Gewinn von 7,15 Euro je Aktie
  • KI-Infrastruktur treibt Aufträge trotz TSMC-Verzögerung
  • Dividende um 17 Prozent auf 7,50 Euro erhöht

Starke Quartalszahlen, ein prall gefülltes Auftragsbuch und eine angehobene Jahresprognose: ASML hat den April mit einem klaren Signal beendet. Während europäische Börsen am 1. Mai geschlossen bleiben, bleibt der Halbleiterausrüster im Blickfeld der Anleger.

Prognoseerhöhung nach solidem Quartal

ASML hat seine Umsatzerwartung für das Gesamtjahr 2026 nach oben korrigiert. Der neue Zielkorridor liegt bei 36 bis 40 Milliarden Euro — gegenüber bisher 34 bis 39 Milliarden Euro. Grundlage ist ein starkes erstes Quartal: Der Umsatz erreichte 8,8 Milliarden Euro und übertraf damit den Analystenkonsens um rund 110 Millionen Euro.

Auch bei der Profitabilität lieferte das Unternehmen. Der GAAP-Gewinn je Aktie kletterte auf 7,15 Euro und lag damit 0,54 Euro über den Erwartungen. Die Bruttomarge verbesserte sich um einen Prozentpunkt auf 53 Prozent — getragen vor allem durch margenstarke Upgrades und Servicegeschäfte im Bereich der installierten Basis.

KI-Nachfrage federt TSMC-Verzögerung ab

Dass TSMC den Einsatz der High-NA-EUV-Maschinen auf mindestens 2029 verschoben hat, klingt zunächst nach einem Dämpfer. Das Auftragsbuch erzählt eine andere Geschichte. SK Hynix und Samsung haben aktiv Kapazitäten für die fortschrittlichsten Lithografiewerkzeuge gesichert. SK Hynix integrierte Ende 2025 sein erstes High-NA-EUV-System, um seine Marktstellung bei High-Bandwidth-Memory und 1c-DRAM zu festigen.

Hinter dieser Nachfrage steckt der Aufbau von KI-Infrastruktur. Der breitere Kundenkreis kompensiert das langsamere Tempo einzelner Logik-Hersteller — und unterstreicht, wie zentral Lithografie im laufenden KI-Investitionszyklus bleibt.

Bewertung und technisches Bild

Die ASML-Aktie notiert an der Euronext bei 1.218 Euro und liegt damit rund 1,3 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Seit Jahresbeginn hat der Kurs um fast 23 Prozent zugelegt; auf Zwölfmonatssicht hat sich die Aktie nahezu verdoppelt. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei rund 51,6 — eine deutliche Prämie gegenüber historischen Durchschnittswerten, die der Markt angesichts der Wachstumsperspektiven bislang bereitwillig zahlt. Der Analystenkonsens lautet „Moderate Buy“.

Dividende und geopolitisches Risiko

Für das laufende Jahr hat ASML eine Gesamtdividende von 7,50 Euro je Aktie angekündigt — ein Anstieg von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Unternehmen verfügt über eine solide Bilanz mit 8,4 Milliarden Euro an liquiden Mitteln.

Ein Unsicherheitsfaktor bleibt die Geopolitik. Die niederländische Regierung signalisiert Widerstand gegen multilaterale Exportbeschränkungen — konkret den sogenannten MATCH Act — die DUV-Lithografielieferungen in bestimmte Regionen treffen könnten. Sollte sich diese Auseinandersetzung zuspitzen, wäre das ein direkter Eingriff in ASMLs Absatzmärkte. Vorerst dominiert jedoch die strukturelle Nachfrage nach fortschrittlicher Chipfertigung das Bild.

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ASML Holding Aktie

1.529,60 EUR

+ 15,60 EUR +1,03 %
KGV 59,02
KUV 15,67
Sektor Technologie
Div.-Rendite 0,28 %
Marktkapitalisierung 589,35 Mrd. EUR
Ø Kursziel 2.044,69 EUR
ISIN: NL0010273215 WKN: A1J4U4

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