ASML: KLA-Split befeuert Stückelungs-Debatte
ASML erreicht neues 52-Wochen-Hoch und nährt Spekulationen um einen Aktiensplit. Starke Quartalszahlen und Analystenvertrauen untermauern die Kursrallye.

Kurz zusammengefasst
- Neues 52-Wochen-Hoch bei 1.403 Euro
- KLA-Split befeuert Spekulationen
- Starke Quartalszahlen als Fundament
- 38 von 39 Analysten raten zum Kauf
ASML hat am Freitag ein neues 52-Wochen-Hoch markiert. Die Aktie schloss bei 1.403,40 Euro — ein Plus von 2,6 Prozent an einem einzigen Tag und 42 Prozent seit Jahresbeginn. Damit rückt eine Frage in den Vordergrund, die ASML selbst noch nicht beantwortet hat: Wann kommt der Aktiensplit?
KLA macht den Weg frei
Den Anstoß lieferte ein Konkurrent. KLA kündigte im Mai einen 10-für-1-Split an — begleitet von einem starken Quartalsergebnis und einer Dividendenerhöhung um rund 21 Prozent. Die KLA-Aktie notierte damals im Bereich von 1.800 Dollar. ASML liegt mit 1.550 Dollar (ADR) inzwischen darüber.
Das ist das Argument, das Anleger derzeit umtreibt. Wer bei KLA einen Peer-Präzedenzfall sieht, findet bei ASML eine noch höhere Bewertung — und damit scheinbar noch mehr Bedarf an einer Stückelung. Neben ASML kursieren Eli Lilly und TransDigm als weitere Kandidaten. Angekündigt hat keiner der drei etwas.
Strukturelle Hürde für den Lithographie-Monopolisten
Ein Split wäre kosmetisch. Er verändert weder Marktkapitalisierung noch Gewinne — macht die Aktie aber für Privatanleger zugänglicher und Optionen günstiger. Genau das erklärt die Aufmerksamkeit.
Allerdings ist ASML kein US-Konzern. Das Unternehmen ist in Amsterdam gelistet, schüttet eine Euro-Dividende aus und betreibt ein milliardenschweres Rückkaufprogramm. Ausländische Emittenten koordinieren ADR-Splits selten einseitig. Das macht eine schnelle Umsetzung strukturell schwieriger als bei amerikanischen Peers.
Historisch hat ASML drei Splits durchgeführt: 1997, 1998 und 2000. Der letzte Eingriff in die Aktienstruktur war ein Reverse-Split im November 2012. Seitdem: nichts.
Starke Zahlen als Fundament
Die Kursdynamik stützt sich auf mehr als Spekulation. Im ersten Quartal erzielte ASML einen Umsatz von 8,8 Milliarden Euro bei einem Gewinn je Aktie von 7,15 Euro. Der Auftragsbestand zum Jahresende 2025 lag bei 38,8 Milliarden Euro — ein komfortables Polster für die kommenden Quartale.
Für das Geschäftsjahr 2025 plant ASML eine Dividende von 7,50 Euro je Aktie. Das entspricht einem Anstieg von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im laufenden Rückkaufprogramm kaufte das Unternehmen allein im ersten Quartal Aktien im Wert von rund 1,1 Milliarden Euro zurück.
Analysten bleiben bullish
Von 39 Analysten empfehlen 38 die Aktie zum Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 1.483 Euro — womit der aktuelle Kurs das Konsensusziel bereits leicht überschreitet. Das Kurshoch liegt bei 1.900 Euro, das Kurziel am unteren Ende bei 980 Euro.
Der RSI von knapp 32 signalisiert trotz des starken Laufs eine technisch nicht überhitzte Lage. Die nächsten Quartalszahlen erwartet der Markt im dritten Quartal 2026 — bis dahin bleibt die Split-Debatte das bestimmende Gesprächsthema für Privatanleger.
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