ASML: SK Hynix ordert 7,9 Milliarden Dollar EUV
ASML erhält Milliardenaufträge aus Südkorea, während ein US-Gesetzentwurf das China-Geschäft bedroht. Analysten bleiben zuversichtlich.

Kurz zusammengefasst
- Milliarden-Auftrag von SK Hynix
- Samsung bestellt 20 EUV-Maschinen
- US-Gesetz bedroht China-Geschäft
- Aktie trotzt geopolitischen Risiken
Rekordbestellungen aus Südkorea treffen auf drohende Exportverbote in Washington. Bei ASML prallen derzeit extremes Wachstum und geopolitische Risiken hart aufeinander. Für den niederländischen Anlagenbauer formt diese Mischung ein hochvolatiles Marktumfeld.
Südkorea treibt das Geschäft
Der wichtigste Impuls der Woche kam aus Asien. SK Hynix orderte laut einer Pflichtmitteilung EUV-Lithografiesysteme im Wert von knapp acht Milliarden US-Dollar. Bis Ende 2027 will der Speicherchiphersteller die Anlagen für die KI-getriebene Massenproduktion nutzen. Es ist der größte öffentlich bekannte Einzelauftrag in der Geschichte von ASML.
Parallel dazu rüstet Samsung auf. Der Konzern bestellte rund 20 EUV-Maschinen für sein Werk in Pyeongtaek. Insgesamt umfasst das Paket etwa 70 Lithografie-Systeme. Wie zentral die Region mittlerweile ist, zeigen die Zahlen des ersten Quartals 2026: Fast die Hälfte des Konzernumsatzes stammte aus Südkorea.
Washington plant den nächsten Schlag
Ein überparteilicher Gesetzentwurf aus den USA trübt das Bild. Der sogenannte MATCH Act zielt darauf ab, auch den Verkauf älterer DUV-Anlagen nach China zu verbieten. Bislang konnten chinesische Halbleiterhersteller diese Maschinen noch erwerben. Fällt dieses Geschäft weg, drohen empfindliche Einbußen.
Im vergangenen Jahr war China mit einem Drittel des Gesamtumsatzes noch der wichtigste Einzelmarkt für ASML. Im ersten Quartal 2026 brach dieser Anteil bereits auf 19 Prozent ein. Analysten von JPMorgan schätzen, dass das neue US-Gesetz den Gewinn je Aktie um bis zu zehn Prozent drücken könnte. Obendrein steht das lukrative Servicegeschäft für bereits installierte Anlagen in China auf dem Spiel.
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Aktie trotzt der Volatilität
An der Börse sorgten Gerüchte um verfehlte Wachstumsziele bei OpenAI am Dienstag kurzzeitig für einen spürbaren Kursrutsch. Die Aktie erholte sich jedoch schnell und ging am Freitag bei 1.223,60 Euro aus dem Handel. Auf Jahressicht hat sich der Wert des Papiers damit verdoppelt. Seit Anfang 2026 steht ein Plus von knapp 24 Prozent zu Buche.
Fundamental liefert das Unternehmen die passenden Argumente. Die operative Marge kletterte im ersten Quartal auf 36 Prozent. Die Wall Street bleibt entsprechend optimistisch: Alle 55 erfassten Analysten raten derzeit zum Kauf der Aktie. Investmentbanken wie RBC Capital und Bernstein schraubten ihre Kursziele zuletzt weiter nach oben.
Die Auftragsbücher sind prall gefüllt. Für das Management verlagert sich das Problem nun auf die Ausführung: ASML muss die Produktionskapazitäten schnell genug hochfahren, um die asiatische Nachfrage zu bedienen. Gelingt dies, lassen sich die drohenden Ausfälle im chinesischen Servicegeschäft durch den MATCH Act voraussichtlich kompensieren.
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