ASML: UBS hebt Kursziel auf 2.350 Euro

ASML investiert 380,85 Millionen Euro in eigene Aktien, während UBS das Kursziel anhebt und geopolitische Risiken die Bewertung belasten.

Dr. Robert Sasse ·
Abstraktes, professionelles Bild einer modernen Halbleiter-Fertigungsumgebung mit blauer und goldener Beleuchtung. (KI-generiertes Symbolbild)
Symbolbild, KI-generiert

Kurz zusammengefasst

  • 254.235 ASML-Aktien zurückgekauft
  • Rückkaufvolumen erreicht 380,85 Millionen Euro
  • UBS hebt Ziel auf 2.350 Euro
  • US-Druck auf DUV-Geschäft bleibt unbestätigt

ASML hat zwischen dem 24. und 28. August weitere 254.235 eigene Aktien zurückgekauft. Der gewichtete Durchschnittspreis lag bei rund 1.498,14 Euro je Aktie, das Volumen bei etwa 380,85 Millionen Euro.

Die Transaktionen sind Teil des im Januar angekündigten Rückkaufprogramms über 12 Milliarden Euro und reihen sich in eine bereits Mitte August abgeschlossene Tranche von 253.199 Aktien ein, die zu Preisen zwischen 1.506,98 und 1.618,13 Euro erworben wurden.

Die kontinuierlichen Rückkäufe fallen in eine Phase, in der die Aktie unter Druck steht. Aktuell notiert das Papier bei 1.454,20 Euro und damit unterhalb der Preisspannen, zu denen ASML zuletzt eigene Anteile eingesammelt hat.

Auf Wochensicht steht ein Minus von 2,9 Prozent zu Buche, gegenüber dem 50-Tage-Durchschnitt von 1.533,36 Euro liegt der Kurs 5,2 Prozent zurück. Seit Jahresbeginn bleibt mit einem Plus von 58 Prozent dennoch eine deutliche Wertsteigerung stehen.

UBS erhöht Kursziel auf 2.350 Euro

Am Dienstag hat UBS-Analyst Francois-Xavier Bouvignies sein Kursziel für ASML von 2.250 auf 2.350 Euro angehoben und die Kaufempfehlung bestätigt. Der neue Zielwert liegt damit deutlich über dem aktuellen Kursniveau und signalisiert erhebliches Aufwärtspotenzial aus Sicht der Bank. Die Anhebung reiht sich in eine Serie positiver Einschätzungen ein, die zuletzt trotz der Kursschwäche an Anlegerportalen und bei Investmenthäusern zu beobachten war.

Die Rückkaufaktivität und das frische Kursziel treffen auf ein fundamentales Umfeld, das ASML zusätzlich stützt. Der Finanzchef des Unternehmens erklärte kürzlich, die Fertigungskapazitäten für EUV-Lithografiesysteme seien bis Ende 2027 nahezu vollständig ausgebucht – ein Zustand, der dem Unternehmen laut eigener Aussage Spielraum für Preiserhöhungen bei seinen Anlagen verschafft. Diese Aussage untermauert die Erwartung, dass ASML seine Marktposition trotz externer Belastungsfaktoren behaupten kann.

Bewertungsdiskussion und geopolitisches Risiko bleiben Begleitthemen

Vor rund einem Monat hatte ASML die Umsatzprognose für 2026 auf eine Spanne von 43 bis 45 Milliarden Euro angehoben und für das dritte Quartal Nettoumsätze zwischen 11,0 und 11,5 Milliarden Euro sowie eine Bruttomarge von 50 bis 51 Prozent in Aussicht gestellt.

Seither hat die Aktie rund 7,9 Prozent verloren – ein Hinweis darauf, dass positive operative Nachrichten allein die Kursentwicklung derzeit nicht tragen. Ebenfalls vor rund einem Monat sorgte die Meldung für Aufmerksamkeit, wonach ein chinesischer Wettbewerber mit der Produktion eines eigenen DUV-Lithografiesystems begonnen habe; seither legte die Aktie um 2,3 Prozent zu.

Im Hintergrund bleibt zudem ein politisches Risiko bestehen: Berichten zufolge bereitet die US-Regierung weiteren Druck auf die niederländische Regierung vor, um zusätzliche Beschränkungen für den Verkauf und die Wartung von ASML-DUV-Anlagen für chinesische Kunden durchzusetzen. Bestätigt ist dies bislang nicht, dennoch bleibt das Thema ein Belastungsfaktor für die Bewertung des Unternehmens.

Die anhaltenden Aktienrückkäufe signalisieren, dass ASML selbst von seiner Unterbewertung überzeugt ist – ein Signal, das sich mit der Einschätzung von UBS deckt, auch wenn die Kursentwicklung der vergangenen Wochen davon bislang wenig widerspiegelt.

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ASML Holding Aktie

1.451,40 EUR

– 9,80 EUR -0,67 %
KGV 57,16
KUV 16,23
Sektor Technologie
Div.-Rendite 0,29 %
Marktkapitalisierung 559,80 Mrd. EUR
Ø Kursziel 2.020,64 EUR
ISIN: NL0010273215 WKN: A1J4U4

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