ASML: UBS setzt 1.900-Euro-Ziel
UBS stuft ASML als Top-Wert im Halbleitersektor ein und hebt Kursziel auf 1.900 Euro. CEO Fouquet bestätigt angespannte Chip-Versorgungslage.
Kurz zusammengefasst
- UBS erhöht Kursziel auf 1.900 Euro
- CEO sieht Chipmarkt weiter angespannt
- High-NA EUV-Technik vor Markteinführung
- Asml baut Präsenz in Indien aus
ASML bekommt Rückenwind von zwei Seiten: UBS hebt die Erwartungen deutlich an, und CEO Christophe Fouquet spricht von einem weiter knappen Chipmarkt. Das passt zur aktuellen Börsenstory. Die Nachfrage nach KI-Rechenleistung trifft auf begrenzte Kapazitäten bei modernster Fertigungstechnik.
Am Mittwoch gewann die Aktie mehr als 6 Prozent und schloss bei 1.332 Euro. Seit Jahresanfang liegt sie gut 35 Prozent im Plus, auf Jahressicht hat sich der Kurs mehr als verdoppelt.
UBS setzt ASML an die Spitze
UBS nennt ASML ihren Favoriten im europäischen Halbleitersektor. Das Kursziel steigt von 1.600 auf 1.900 Euro. Dahinter steht eine klare These: Der Markt unterschätzt die Gewinnkraft des Konzerns.
Die Analysten erwarten für 2027 einen Gewinn je Aktie von 48,42 Euro. Das liegt deutlich über dem Marktkonsens.
Für das Folgejahr rechnen sie mit 59,73 Euro je Aktie. Auch diese Schätzung signalisiert mehr Vertrauen in die Ertragskraft.
Ein Grund ist die starke Stellung im Speicherchipmarkt. Bis 2026 könnte dieses Geschäft 30 bis 35 Prozent des Umsatzes stellen. Speicherchips profitieren besonders stark vom Ausbau großer Rechenzentren.
Noch wichtiger ist die Kapazitätsfrage. Die Produktionstechnik von ASML könnte 2027 ein Wafer-Wachstum von mehr als 50 Prozent ermöglichen. Die Nachfrage dürfte laut UBS weniger schnell steigen.
Fouquet sieht Versorgung weiter eng
In Antwerpen verwies Fouquet auf KI, Satellitenprogramme wie Starlink und Robotik. Sie alle brauchen mehr Chips, nicht irgendwann, sondern laufend. Der CEO beschrieb den Markt als „eng“.
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Nach seiner Einschätzung könnte der globale Halbleitermarkt bis 2030 auf 1,5 Billionen Dollar wachsen. Im vergangenen Jahr lag das Volumen noch bei rund 792 Milliarden Dollar. Der Abstand zeigt, warum Ausrüster wie ASML so stark gefragt sind.
ASML hält bei EUV-Lithografie eine Schlüsselstellung. Diese Anlagen braucht die Industrie für die modernsten Chips. Wenn Speicherhersteller und Foundries ihre Kapazitäten hochfahren, landet ein großer Teil der Investitionen bei den Niederländern.
High-NA und Indien rücken nach vorn
Technologisch nähert sich High-NA EUV dem Markt. Die Maschinen kosten rund 400 Millionen Dollar pro Stück und erlauben deutlich kleinere Chipstrukturen. Fouquet erwartet erste Chips aus diesen Anlagen in den kommenden Monaten.
Intel und SK Hynix bereiten die Integration dieser Technik vor. TSMC bleibt vorerst offenbar bei Standard-EUV. Das zeigt: High-NA ist strategisch wichtig, aber der Übergang läuft schrittweise.
Parallel dazu baut ASML die Präsenz in Indien aus. Mit Tata Electronics unterstützt der Konzern eine neue Chipfabrik in Dholera. Die Anlage in Gujarat soll 300-Millimeter-Wafer verarbeiten und ist auf 11 Milliarden Dollar ausgelegt.
Die Chips zielen auf Auto- und Mobilmärkte, mit Strukturgrößen von 28 bis 110 Nanometern. Auch eine weitere Tata-Anlage in Assam nähert sich der Produktion. Indien wird damit als Standort für Halbleiterfertigung sichtbarer.
Der Auftragsbestand von rund 45 Milliarden Dollar gibt ASML Rückenwind. Für das laufende Jahr peilt der Konzern 36 bis 40 Milliarden Euro Umsatz an. Nach dem UBS-Upgrade liegt die Messlatte höher: Neue Bestellungen aus Speicherchips und High-NA werden zum Prüfstein für die Bewertung.
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