AST SpaceMobile Aktie: 11 Prozent Sprung auf Rakuten-Deal
Geplantes Gemeinschaftsunternehmen mit Rakuten für Japans Mobilfunk lässt AST-Aktie um elf Prozent steigen.

Kurz zusammengefasst
- Joint Venture mit Rakuten geplant
- Aktie springt um elf Prozent
- Japan als erster Heimatmarkt
- Start des Dienstes ab Ende 2026
Rakuten plant ein Joint Venture mit AST SpaceMobile für Japan. Diese Meldung reicht aus, um die Aktie an einem einzigen Tag um fast elf Prozent nach oben zu treiben.
Neue Struktur, nicht nur neue Schlagzeilen
Die Verbindung zwischen Rakuten und AST SpaceMobile ist nicht neu. Rakuten Mobile hatte bereits im Februar 2024 angekündigt, gemeinsam mit dem US-Satellitenanbieter einen Direktverbindungsdienst für Japan aufzubauen. Ziel war ein Start im Jahr 2026.
Was jetzt hinzukommt, ist die operative Struktur dahinter. Berichte von Nikkei und Yomiuri, aufgegriffen von DigiTimes, beschreiben ein geplantes Joint Venture mit annähernd gleichen Anteilen. Rakuten soll die Führung übernehmen. Der Dienst soll in Phasen ab Ende 2026 anlaufen.
Das ist der entscheidende Unterschied. Bislang dominierten Satellitenstarts und Produktionsmeldungen den Nachrichtenfluss rund um AST SpaceMobile. Japan wäre ein konkreter Heimatmarkt mit klarer Rollout-Logik. Rakuten hat den Bedarf selbst benannt: Gebirgsregionen, abgelegene Inseln, Katastrophengebiete — überall dort, wo terrestrische Netze versagen.
Kurs erholt sich — bleibt aber weit vom Hoch entfernt
Die Kursreaktion fällt stark aus, weil die Aktie zuletzt stark unter Druck stand. Trotz des heutigen Sprungs auf 69,60 Euro liegt das Papier noch rund 39 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 114,60 Euro, das Ende Mai erreicht wurde. Über 30 Tage steht ein Minus von fast 29 Prozent.
Der RSI von 46,8 zeigt keine überhitzte Markttechnik. Und mit einem Kurs unterhalb des 50-Tage-Durchschnitts von 74,70 Euro sowie des 200-Tage-Durchschnitts von 71,09 Euro fehlt noch die Bestätigung durch die gleitenden Mittelwerte. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität liegt bei über 124 Prozent — Kursausschläge in beide Richtungen sind hier die Norm.
Umsetzung entscheidet
AST SpaceMobile hat im Mai mitgeteilt, bis Ende 2026 rund 45 BlueBird-Satelliten in die Umlaufbahn bringen zu wollen. Die Satelliten BlueBird 11 bis 33 befinden sich in fortgeschrittener Produktion. Das Unternehmen verfügte zum 31. März über liquide Mittel von rund 3,5 Milliarden Dollar — genug Puffer für die laufende Skalierung.
Japan zählt das Unternehmen bereits zu den Ländern, in denen die Bodenintegration voranschreitet. Das Partnernetzwerk umfasst knapp 60 Mobilfunkbetreiber weltweit mit zusammen mehr als drei Milliarden Abonnenten.
Das Joint Venture mit Rakuten ist bislang nicht offiziell bestätigt. Regulatorische Details, finale Vertragsstruktur und der genaue Zeitplan für den phasenweisen Start in Japan stehen noch aus. Erst wenn diese Eckpunkte feststehen, lässt sich beurteilen, ob Japan tatsächlich zum ersten voll kommerziellen Markt für AST SpaceMobiles Direktverbindungsdienst wird.
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