AST SpaceMobile Aktie: 45 Satelliten bis Ende 2026
AST SpaceMobile plant mit der zweiten Satellitengeneration echte 5G-Breitbandgeschwindigkeiten. Trotz Rückschlägen soll der kommerzielle Dienst 2027 starten.

Kurz zusammengefasst
- Zweite Satellitengeneration mit 5G-Geschwindigkeit
- FCC genehmigt wichtiges 800-MHz-Frequenzband
- Kommerzieller Start für 2027 geplant
- Aktie trotz Rückschlag mit Jahresplus
AST SpaceMobile peilt einen massiven Leistungssprung bei der Satelliten-Kommunikation an. Die neuen BlueBird-Satelliten der zweiten Generation sollen 5G-Geschwindigkeiten von mehreren hundert Megabit pro Sekunde liefern. Damit rückt die Vision eines lückenlosen Mobilfunknetzes direkt aus dem Weltraum greifbar nahe.
Technologie und Regulierung
Die technische Entwicklung macht enorme Fortschritte. Während die erste Generation Spitzenwerte von rund 99 Megabit pro Sekunde erreichte, visiert die Block-2-Serie nun echte Breitband-Leistung an. Über 80 Prozent dieser neuen Einheiten befinden sich aktuell in der Montage.
Parallel dazu profitiert das Unternehmen von regulatorischen Entscheidungen in den USA. Die Behörde FCC ebnete den Weg für die Nutzung des wichtigen 800-MHz-Frequenzbands. Zehn Satelliten im Orbit sind technisch bereits für dieses Spektrum gerüstet.
Startplan und Verzögerungen
Allerdings bremsen operative Rückschläge den Zeitplan. Ein Fehlstart einer Rakete von Blue Origin im Mai 2026 kostete einen Satelliten und wertvolle Zeit. Der Start des regulären kommerziellen Dienstes verschiebt sich deshalb auf das erste Halbjahr 2027.
Das Management reagiert mit einem Wechsel des Logistikpartners. Künftige Transporte sollen vorerst ausschließlich mit der Falcon-9-Rakete von SpaceX erfolgen. Drei weitere BlueBirds stehen bereits für einen Start im August 2026 bereit.
An der Börse zeigt sich ein gespaltenes Bild. Die Aktie notiert bei 70,50 Euro und damit deutlich unter dem Hoch vom Mai. Dennoch verbuchen langfristig orientierte Anleger auf Jahressicht ein Kursplus von über 80 Prozent.
Bis Ende 2026 plant das Unternehmen eine Flotte von 45 Satelliten im All. Diese sollen eine erste kontinuierliche Abdeckung in den USA und Japan gewährleisten. Der Fokus liegt nun auf der fehlerfreien Umsetzung der anstehenden Starts.
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