Astrazeneca Aktie: Orpathys-Antrag eingereicht!
Die Phase-III-Studie zeigte für Savolitinib und Osimertinib bessere Überlebenswerte als eine Platin-Chemotherapie.

Kurz zusammengefasst
- FDA-Antrag für zwei Krebsmedikamente eingereicht
- Studie mit 338 Patienten in 29 Ländern
- Signifikante Vorteile bei beiden Überlebensmaßen
- Aktie steigt um 1,3 Prozent
AstraZeneca treibt den Ausbau seiner Krebssparte mit einem weiteren regulatorischen Schritt voran. Der Pharmakonzern hat bei der US-Gesundheitsbehörde FDA einen Zulassungsantrag für die Kombination aus Orpathys (Savolitinib) und Tagrisso (Osimertinib) eingereicht. An den Märkten stieß die Nachricht auf ein positives Echo: Die Aktie von AstraZeneca legte heute um 1,3 % auf 148,00 Euro zu.
Der Zulassungsantrag zielt auf Patienten mit lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) ab. Voraussetzung ist eine vorliegende MET-Überexpression oder -Amplifikation nach einem Fortschreiten der Erkrankung unter einer vorherigen EGFR-TKI-Behandlung. Für diese schwer behandelbare Patientengruppe existieren bislang nur begrenzte therapeutische Alternativen.
Überlebensvorteil in globaler Phase-III-Studie
Grundlage für den Antrag bei der US-Behörde sind die Ergebnisse der weltweiten Phase-III-Studie SAFFRON. An der Untersuchung nahmen 338 Patienten an 230 Zentren in 29 Ländern teil. Die Kombinationstherapie zeigte dabei sowohl beim progressionsfreien Überleben als auch beim Gesamtüberleben eine statistisch signifikante Verbesserung gegenüber einer Standard-Platin-Chemotherapie.
Zugleich traten nach Unternehmensangaben keine neuen Sicherheitsbedenken auf. Die detaillierten Studienergebnisse sollen auf dem ESMO-Kongress 2026 vorgestellt werden. AstraZeneca entwickelt Savolitinib gemeinsam mit dem Partner Hutchmed, übernimmt im Rahmen der Kooperation jedoch die weltweite Vermarktung des Wirkstoffs.
Hohe Schlagzahl bei klinischen Entwicklungsprogrammen
Die Einreichung reiht sich in eine Reihe wichtiger Meilensteine des Konzerns ein. Erst am vergangenen Freitag akzeptierte die FDA einen ergänzenden Zulassungsantrag für AstraZenecas Antikörper Imfinzi in Kombination mit Enfortumab Vedotin bei Blasenkrebs im beschleunigten Prüfverfahren.
Parallel dazu verstärkte AstraZeneca die Entwicklungspipeline zu Wochenbeginn durch eine strategische Eigenkapitalinvestition von 2 Milliarden US-Dollar in das Biotech-Unternehmen Summit Therapeutics. Ziel dieser Partnerschaft ist es, den bispezifischen Antikörper Ivonescimab gemeinsam mit konzerneigenen Wirkstoffen gegen Magen-Darm-Tumoren klinisch zu testen.
AstraZeneca hält für das Gesamtjahr 2026 an seinen Zielen fest. Der Vorstand peilt ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich an, während das bereinigte Ergebnis je Aktie prozentual im niedrigen zweistelligen Bereich zulegen soll. Neue Zulassungen wie jene für Orpathys und Tagrisso sollen dazu beitragen, den anstehenden Patentverlust des Herz-Kreislauf-Mittels Farxiga langfristig auszugleichen.
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