AtaiBeckley Aktie: Fusion mit Eli Lilly vollzogen
Eli Lilly hat AtaiBeckley vollständig übernommen. Die Aktie verschwindet von der Nasdaq, während die Integration als Tochtergesellschaft beginnt.

Kurz zusammengefasst
- Fusion mit AtaiBeckley rechtlich vollzogen
- Aktionäre erhalten 6,75 US-Dollar je Aktie
- Nasdaq-Notierung wird eingestellt
- Aktie aus mehreren Indizes entfernt
Der Pharmakonzern Eli Lilly hat die Fusion mit AtaiBeckley heute erfolgreich vollzogen. Wie das Unternehmen am heutigen Freitag mitteilte, wurde die Transaktion abgeschlossen, wodurch AtaiBeckley nun eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von Eli Lilly ist.
Im Zuge dieser Integration leitet das Unternehmen zudem die Abmeldung sämtlicher noch ausstehender Aktien aus Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen sowie die Einstellung aller damit verbundenen Verkaufsaktivitäten ein.
Details der Transaktion und regulatorische Hürden
Die Übernahmebedingungen sehen für die Aktionäre von AtaiBeckley eine Barzahlung in Höhe von 6,75 US-Dollar pro Aktie vor. Zusätzlich erhalten die Anteilseigner ein sogenanntes Contingent Value Right (CVR) pro gehaltener Aktie. Diese verbrieften Rechte stellen potenzielle künftige Zahlungen dar, die an das Erreichen bestimmter Meilensteine geknüpft sind. Medienberichten zufolge markiert der heutige Abschluss das Ende eines mehrstufigen Prüfungsverfahrens.
Zuletzt waren noch internationale Genehmigungen ausstehend, die den Weg für die Fusion endgültig frei machten. So teilte AtaiBeckley bereits Ende August mit, dass die Wartefrist nach dem US-amerikanischen Hart-Scott-Rodino Act bereits am 28. August abgelaufen war.
In Australien gab die Wettbewerbsbehörde ACCC ebenfalls grünes Licht für das Vorhaben. Die dortige Wartefrist endete am gestrigen Donnerstag, womit die letzte formale Hürde für den Zusammenschluss auf internationaler Ebene genommen wurde.
Ausscheiden aus Indizes und Delisting an der Nasdaq
Mit dem Vollzug der Fusion endet auch die Präsenz von AtaiBeckley an den öffentlichen Kapitalmärkten. Medienberichten zufolge wurden bereits nach dem gestrigen Börsenschluss die Verfahren zur Einstellung der Notierung an der Nasdaq eingeleitet. Anleger können das Papier damit nicht mehr über den regulären Handel an der Technologiebörse beziehen.
Dieser Schritt spiegelt sich auch in der Zusammensetzung wichtiger Branchenbarometer wider. Bereits am Dienstag wurde das Unternehmen aus dem S&P Pharmaceuticals Select Industry Index sowie weiteren globalen Indizes gestrichen.
Auch der Russell 3000E Value Index führte die Aktie letztmalig am Montag, bevor sie aus der Berechnung entfernt wurde. Diese Anpassungen sind bei Übernahmen dieser Größenordnung üblich, da das Zielunternehmen durch die Eingliederung in den Mutterkonzern seine Eigenständigkeit verliert.
Rechtlicher Hintergrund und Abschluss des Verfahrens
Trotz des nun erfolgten Abschlusses stand die Transaktion im Vorfeld unter Beobachtung. Am 28. August gab die Anwaltskanzlei Kahn Swick & Foti bekannt, dass sie eine Untersuchung bezüglich der Angemessenheit des Kaufpreises und des gesamten Verkaufsprozesses eingeleitet habe. Solche Prüfungen durch spezialisierte Kanzleien treten bei Übernahmen im Pharmasektor häufig auf, um die Interessen der Minderheitsaktionäre zu wahren.
Für Eli Lilly bedeutet die Integration von AtaiBeckley eine Erweiterung des eigenen Portfolios. Da die Fusion nun rechtlich bindend abgeschlossen ist, konzentriert sich der Konzern auf die operative Zusammenführung der Einheiten.
Mit der heute vermeldeten Einstellung der S-8-Registrierungen wurden die letzten administrativen Schritte vollzogen, um AtaiBeckley vollständig vom Kapitalmarkt zu nehmen und als private Tochtergesellschaft weiterzuführen.
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