Aurora Innovation Aktie: Uber unterschreitet Zehn-Prozent-Schwelle
Uber veräußert Aurora-Aktien für rund 182,24 Millionen US-Dollar. Der Anteil sinkt auf 9,2 Prozent, während Serienstart und Klage offen bleiben.

Kurz zusammengefasst
- Uber verkauft 29,37 Millionen Aurora-Aktien
- Beteiligung sinkt auf etwa 9,2 Prozent
- Serienstart für 2027 angestrebt
- Klage gegen Ausnahmegenehmigung anhängig
Der Mobilitätsdienstleister Uber Technologies hat seine Anteile am Entwickler autonomer Fahrsysteme spürbar verringert. Wie aus Pflichtmitteilungen an die US-Börsenaufsicht hervorgeht, trennte sich die Tochtergesellschaft Neben Holdings am Dienstag in einem Blockgeschäft von 29.369.611 Class-A-Aktien.
Der Verkauf erfolgte zu einem Preis von 6,2050 US-Dollar je Anteilsschein. Aus der Transaktion floss dem Verkäufer ein Erlös von rund 182,24 Millionen US-Dollar zu.
Großaktionär stutzt Beteiligung unter zehn Prozent
Durch den Verkauf sank der von Uber gehaltene Bestand auf 157.103.800 Class-A-Aktien. Damit beläuft sich die Beteiligung an der entsprechenden Aktiengattung von Aurora Innovation nun auf etwa 9,2 Prozent. Der Konzern unterschreitet damit die Schwelle von zehn Prozent.
Die Reduzierung folgt einem längerfristigen Muster beim Großaktionär. Im Verlauf des vergangenen Jahres hat Uber wiederholt Aktienpakete von Aurora abgegeben und keine Zukäufe getätigt. Die Veräußerung an ein Finanzinstitut erfolgte ohne einen vorher vereinbarten Handelsplan nach der US-Regel 10b5-1.
Im deutschen Handel reagierten die Anleger zuletzt verhalten. Am Freitag schloss das Papier bei 5,58 Euro und verzeichnete ein Tagesminus von 1,5 Prozent. Trotz der jüngsten Abgaben verzeichnet der Titel seit Jahresbeginn einen Zuwachs von 69 Prozent.
Serienstart und rechtliche Hürden im Blick
Aurora Innovation konzentriert sich auf die Entwicklung autonomer Fahrsysteme für schwere Nutzfahrzeuge. Gemeinsam mit Partnern wie dem Zulieferer Continental treibt das Unternehmen die Kommerzialisierung voran.
Im Rahmen dieser exklusiven Partnerschaft wird der Serienstart skalierbarer Systeme für das Jahr 2027 angestrebt. Für das laufende Geschäftsjahr steht das operative Ziel im Mittelpunkt, die Flotte fahrerloser Lastwagen schrittweise auf über 200 Fahrzeuge auszubauen.
Parallel zu den Fortschritten im Flottenaufbau sieht sich das Vorhaben auch mit juristischem Gegenwind konfrontiert. Vor einem US-Berufungsgericht ist eine Klage gegen eine Ausnahmegenehmigung der Verkehrsbehörde FMCSA anhängig.
Diese Erlaubnis gestattet Aurora den Einsatz fahrzeugmontierter Warnleuchten als Ersatz für traditionelle Warndreiecke bei Pannen. Die regulatorische Absicherung dieser Technologie bleibt eine zentrale Voraussetzung für den reibungslosen Übergang in den kommerziellen Regelbetrieb.
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