Aurubis Aktie: Drei Projekte, ein Versprechen
Der Kupferkonzern Aurubis hebt seine Jahresprognose an, während drei Großinvestitionen noch nicht vollständig zur Rentabilität beitragen. Der operative ROCE sinkt vorübergehend.

Kurz zusammengefasst
- Angehobene Jahresprognose für operatives EBT
- Drei Großprojekte in den USA, Hamburg und Bulgarien
- Operative Rentabilität (ROCE) sinkt vorübergehend
- Aktienkurs notiert deutlich unter Jahreshoch
Drei Milliarden-Investitionen gleichzeitig im Hochlauf, eine angehobene Jahresprognose — und trotzdem notiert die Aktie rund 12 Prozent unter ihrem Jahreshoch. Aurubis liefert gerade den Beweis, dass große Investitionszyklen sich nicht sofort in Kursgewinnen niederschlagen.
Prognose zieht an, Kapital ist gebunden
Das Unternehmen erwartet für das Geschäftsjahr 2025/26 nun ein operatives EBT zwischen 375 und 475 Millionen Euro — die vorherige Spanne lag bei 300 bis 400 Millionen Euro. Gestiegene Metallpreise und eine robuste Nachfrage nach Kupferprodukten treiben die Anpassung.
Gleichzeitig zeigt der operative ROCE die Schattenseite des Wachstumsprogramms: Er sank von 11,7 auf 7,8 Prozent. Das eingesetzte Kapital — rund 80 Prozent der geplanten 1,7 Milliarden Euro sind bereits abgerufen — ist bilanziert, die vollen Ergebnisbeiträge fehlen noch. Ein klassisches Übergangsproblem bei Großinvestitionen.
Drei Standorte auf dem Weg zur Vollauslastung
Die drei Kernprojekte befinden sich in unterschiedlichen Anlaufphasen:
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- Aurubis Richmond (USA): Erste Multimetall-Recyclinghütte in den USA, seit Januar 2026 mit komplexen Recyclingmaterialien im Betrieb; Endkapazität 180.000 Tonnen jährlich
- Complex Recycling Hamburg: Inbetriebnahme im ersten Halbjahr 2026 geplant; schafft Kapazität für 30.000 Tonnen zusätzliches Recyclingmaterial pro Jahr
- Kupferelektrolyse Bulgarien: Erweiterung in der zweiten Jahreshälfte 2026; steigert die lokale Kapazität um rund 50 Prozent auf 340.000 Tonnen jährlich, mit erwartetem EBITDA-Beitrag von 30 Millionen Euro
Der Hamburger und der bulgarische Standort liefern noch keine vollen Ergebnisbeiträge — das macht den aktuellen ROCE-Rückgang erklärbar, aber eben nicht dauerhaft.
Markt wartet auf Zahlen, nicht auf Versprechen
Die Aktie notiert aktuell bei 152,70 Euro und damit deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 161,92 Euro. Der Kapitalmarkt preist offenbar weiterhin die Anlaufrisiken ein, nicht die angehobene Prognose.
Sobald Richmond, Hamburg und Pirdop planmäßig hochgefahren sind, dürfte sich der ROCE spürbar erholen. Mit der Inbetriebnahme in Bulgarien im zweiten Halbjahr 2026 wird der letzte der drei Standorte seinen Beitrag liefern — dann wird sich zeigen, ob die Prognoseanhebung als Auftakt einer längeren Neubewertung gilt.
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