AUTO1 Group Aktie: Rekordmarge im dritten Quartal
Mehr Absatz und höhere Bruttogewinne je Fahrzeug treiben AUTO1s bereinigtes EBITDA auf 75,6 Millionen Euro.

Kurz zusammengefasst
- 242.817 Fahrzeuge im Quartal verkauft
- Bereinigtes EBITDA steigt auf 75,6 Millionen Euro
- Autohero-Absatz wächst um 16,2 Prozent
- Jahresziele für 2026 unverändert bestätigt
Die Zahlen zum dritten Quartal zeigen, wie viel Hebel im Geschäftsmodell von AUTO1 steckt. Der Umsatz wuchs um gut zehn Prozent, das bereinigte EBITDA sprang dagegen um 46 Prozent nach oben. Der Gebrauchtwagenhändler meldet damit das profitabelste Quartal seiner Geschichte.
Mehr Autos, mehr Gewinn je Fahrzeug
Die Gruppe verkaufte 242.817 Fahrzeuge, ein Plus von 11,1 Prozent. Der Umsatz stieg auf rund 2,35 Milliarden Euro. Der Bruttogewinn legte um 15,7 Prozent auf 298 Millionen Euro zu und wuchs damit schneller als der Absatz.
Das bereinigte EBITDA erreichte 75,6 Millionen Euro, nach 51,9 Millionen im Vorjahresquartal. Auch die bereinigte EBITDA-Marge markierte einen Rekord. Konzernchef Christian Bertermann führt das auf das neue Trading-System zurück, das inzwischen in beiden Segmenten laufe. Es habe den Bruttogewinn je Fahrzeug deutlich erhöht, während die Kosten unter Kontrolle geblieben seien.
Autohero wächst am schnellsten
Im Merchant-Geschäft, dem Verkauf an Partnerhändler über AUTO1.com, stieg der Absatz um 10,3 Prozent auf 211.461 Fahrzeuge. Der Bruttogewinn je Fahrzeug erreichte mit 1.005 Euro einen Höchstwert.
Die Retail-Marke Autohero wuchs noch dynamischer. Der Absatz kletterte um 16,2 Prozent auf 31.356 Autos, der Umsatz um 19,8 Prozent auf 561 Millionen Euro. Je verkauftem Fahrzeug blieben 2.777 Euro Bruttogewinn, so viel wie nie zuvor.
Prognose bestätigt
An der Jahresplanung ändert der Konzern nichts. Für 2026 peilt AUTO1 weiterhin einen Absatz von 940.000 bis 1 Million Fahrzeugen an. Der Bruttogewinn soll bei 1,1 bis 1,2 Milliarden Euro liegen, das bereinigte EBITDA bei 250 bis 275 Millionen Euro.
Rechnerisch ist die Spanne gut erreichbar. Nach drei Quartalen hat AUTO1 beim Ergebnis bereits einen großen Teil des Zielkorridors abgedeckt. Dass der Vorstand die Prognose dennoch nur bestätigt und nicht anhebt, dürfte Marktbeobachter beschäftigen. Zuletzt hatte JPMorgan die Schätzungen bis 2028 gekürzt, die Zahlen vom Mittwoch liefern dazu nun einen frischen Gegenpunkt.
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