Axsome Aktie: UBS stutzt das Kursziel auf 239 Dollar
Axsome steigert den Quartalsumsatz um 52 Prozent; Analysten bewerten AUVELITYs Umsatzpotenzial und den Weg zum Cashflow unterschiedlich.

Kurz zusammengefasst
- B. Riley hält an 300 US-Dollar fest
- UBS senkt Kursziel auf 239 US-Dollar
- AUVELITY-Umsatz steigt jährlich um 53 Prozent
- Cashflow-Breakeven im vierten Quartal erwartet
B. Riley hält heute an seiner Kaufempfehlung für Axsome fest, während UBS das Kursziel senkt. Nach den Zahlen zum dritten Quartal 2026 steht vor allem eine Frage im Mittelpunkt: Wann schlägt sich der Start von AUVELITY bei Alzheimer-bedingter Agitation deutlicher im Umsatz nieder? Die Analysten bleiben grundsätzlich positiv, setzen beim Tempo der Entwicklung aber unterschiedliche Akzente.
Kaufempfehlungen mit unterschiedlichen Erwartungen
B. Riley bestätigt das Kursziel von 300 US-Dollar und erwartet für das vierte Quartal 2026 den Cashflow-Breakeven. Das Analysehaus verweist auf steigende Verschreibungen und das Wachstum von AUVELITY. Damit verbindet es die operative Entwicklung mit der Aussicht, dass Axsome seine laufenden Ausgaben bald aus dem Geschäft decken könnte.
UBS sieht dagegen noch eine Lücke zwischen starken Verschreibungskennzahlen und dem erkennbaren Umsatzbeitrag der neuen Anwendung. Entscheidend ist für das Haus nicht allein die Zahl neuer Behandlungen, sondern deren wirtschaftliche Wirkung.
UBS-Analyst Ashwani Verma reduziert das Kursziel von 256 auf 239 US-Dollar, hält jedoch an der Kaufempfehlung fest. Günstigere Voraussetzungen für die Aktie erwartet UBS, falls die Konsensschätzungen weiter sinken und AUVELITY anschließend die angepassten Erwartungen übertrifft.
Die unterschiedliche Gewichtung betrifft damit vor allem den Zeitpunkt, zu dem sich der Markteinführungsfortschritt in höheren Erlösen niederschlägt. Eine Abkehr von den positiven Anlageurteilen ist mit der Zielsenkung nicht verbunden.
Umsatzwachstum mit einem Sondereffekt
Axsome erzielte im Berichtsquartal einen Umsatz von 259,7 Mio. US-Dollar. Das entspricht einem Wachstum von 52 % gegenüber dem Vorjahr. Darin enthalten war eine Meilensteinzahlung für SUNOSI außerhalb der USA von 8,5 Mio. US-Dollar.
Die Zahlung erschwert es, das ausgewiesene Wachstum vollständig als wiederkehrende Produktnachfrage zu lesen. Für die Beurteilung des laufenden Geschäfts bleibt deshalb besonders wichtig, wie sich AUVELITY ohne solche Zusatzeffekte entwickelt.
AUVELITY steuerte 207,6 Mio. US-Dollar zum Quartalsumsatz bei. Die Erlöse stiegen gegenüber dem Vorjahr um 53 % und gegenüber dem Vorquartal um 15 %.
B. Riley hebt zugleich die Verschreibungsentwicklung bei älteren Patienten hervor. Sie liefert einen Hinweis auf die Aufnahme der Behandlung, beantwortet aber noch nicht abschließend die Frage nach dem künftigen Umsatzbeitrag der Alzheimer-Anwendung.
Bei Patienten ab 65 Jahren nahmen die neuen Verschreibungen gegenüber dem Vorquartal um 99 % zu. Die Gesamtverschreibungen dieser Altersgruppe erhöhten sich im selben Vergleich um 43 %.
Liquidität und Studien bleiben entscheidend
Neben der Markteinführung rückt die Finanzierung bis zum positiven Cashflow in den Blick. Nach Unternehmensangaben soll der vorhandene Kassenbestand ausreichen, um diesen Punkt zu erreichen.
Der bereinigte Quartalsverlust betrug 0,25 US-Dollar je Aktie gegenüber erwarteten 0,58 US-Dollar. Der Kassenbestand lag bei rund 314 Mio. US-Dollar.
Auch die Pipeline bietet weitere Bewertungsanlässe. Diese kommen zusätzlich zur Frage, ob AUVELITY die angepassten Umsatzerwartungen erfüllen oder übertreffen kann.
B. Riley erwartet für 2027 fünf Phase-3-Studienergebnisse. Für AXS-12 gegen Kataplexie bei Narkolepsie ist der FDA-Entscheidungstermin auf den 1. Mai 2027 angesetzt.
Für Anleger verbindet sich die Wachstumschance damit mit zwei Prüfsteinen: AUVELITY muss seine Verschreibungsdynamik deutlicher in Umsatz übersetzen. Zugleich muss Axsome den erwarteten Weg zum positiven Cashflow bestätigen.
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