AXT Aktie: 7,84 Prozent Sprung auf 79,80 Euro
AXT profitiert von strategischem Milliardenvertrag über chinesische Tochter, der US-Exportbeschränkungen umgeht und die Aktie um fast 8% steigen lässt.

Kurz zusammengefasst
- Kurssprung von 7,84 Prozent
- Milliarden-Deal über chinesische Tochter
- Umgehung von US-Exportlizenzen
- Gewinnschwelle bereits 2026 erwartet
Der Kurs der AXT-Aktie zeigt am Montag eine starke Erholung. Anleger reagieren auf neue Analystenkommentare zu einem Milliardenvertrag, der das Unternehmen unabhängiger von US-Exportbeschränkungen macht. Die Aktie steigt um 7,84 Prozent auf 79,80 Euro — nachdem sie in der Vorwoche noch über 16 Prozent verloren hatte.
Wedbush sieht strategischen Vorteil
Auslöser der Rally ist eine Research-Note der Investmentbank Wedbush Securities. Senior-Analyst Matt Bryson bezeichnet einen langfristigen Liefervertrag für Indiumphosphid-Substrate (InP) als „bedeutend“ für die strategische Positionierung des Konzerns.
Der Clou: Der Vertrag läuft über AXTs Tochtergesellschaft Tongmei. Der Kunde ist Nanjing Casela, ein chinesisches Unternehmen. Damit umgeht AXT weitgehend die komplizierten US-Exportlizenzen, die Lieferungen nach Amerika und Europa blockieren. Diese bürokratischen Hürden hatten AXT 2025 massiv belastet und für schwankende Umsätze gesorgt.
Finanzielle Entlastung
Wedbush zufolge macht der Auftrag rund 20 Prozent der für 2027 erwarteten InP-Substrat-Erlöse aus. Die Zahlungsbedingungen sind ungewöhnlich günstig: 50 Prozent der Vertragssumme müssen innerhalb von 15 Werktagen vorab gezahlt werden. Der Rest folgt bis Ende 2026.
Das frische Geld kommt zur rechten Zeit. Erst im Frühjahr hatte AXT rund 632,5 Millionen Dollar eingeworben. Das Management will damit die Produktionskapazität von Tongmei verdoppeln — angetrieben von der explosionsartigen Nachfrage aus dem KI-Rechenzentrumssektor.
Wettbewerb um InP verschärft sich
Der Markt für Indiumphosphid-Wafer ist angespannt. Ein 6-Zoll-Wafer kostet aktuell rund 5.000 Dollar. Grund sind Lieferengpässe und Exportkontrollen.
Westliche Wettbewerber bauen parallel eigene Lieferketten auf. Coherent Corp. erweitert mit Förderung aus dem US-Chips-Gesetz und einer Beteiligung von Nvidia eine Fabrik in Texas. Für AXT wird es deshalb immer wichtiger, sich große Aufträge im chinesischen Binnenmarkt zu sichern.
Noch Luft nach oben
Trotz des heutigen Kurssprungs bleibt die Aktie 37,92 Prozent unter ihrem Jahreshoch von 128,55 Euro aus Mai. Der RSI liegt bei 47,2 Punkten — neutral, nach dem jüngsten Ausverkauf. Die annualisierte Volatilität von fast 145 Prozent zeigt, wie stark geopolitische Schlagzeilen den Halbleiterzulieferer-Sektor bewegen.
Positiv: Analysten erwarten inzwischen, dass AXT bereits 2026 die Gewinnschwelle erreicht. Bisherige Prognosen gingen erst von 2027 aus. Ende Juni will sich das Management auf einer Investorenkonferenz zu Kapazitätsausbau und Exportlizenz-Status äußern.
AXT-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue AXT-Analyse vom 22. Juni liefert die Antwort:
Die neusten AXT-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AXT-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
AXT: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...