AXT Aktie: Beijing Tongmei wechselt nach Hongkong
AXT bricht Börsengang in Shanghai ab und strebt nun eine Notierung in Hongkong an. Die Aktie reagiert mit einem deutlichen Kursplus.

Kurz zusammengefasst
- Börsengang in Shanghai abgesagt
- Neuer Fokus auf Hongkonger Börse
- Starke Nachfrage nach InP-Substraten
- Aktie steigt um rund acht Prozent
AXT steht vor einer radikalen Neuausrichtung seiner China-Strategie. Das Unternehmen bricht den geplanten Börsengang seiner wichtigsten Tochtergesellschaft in Shanghai ab. Stattdessen soll der Sprung an die Börse in Hongkong gelingen. Das Ziel: der direkte Zugang zu globalen Investoren aus dem KI-Sektor.
Strategiewechsel für frisches Kapital
Die Börse in Hongkong bietet eine größere Nähe zu internationalen Kapitalmärkten. Für die Tochter Beijing Tongmei Xtal Technology bedeutet dieser Schritt eine strategische Wende. Die Aktie von AXT legte daraufhin deutlich zu und stieg um rund acht Prozent auf 44,00 Euro.
Durch den Rückzug in Shanghai wurden Rückzahlungsoptionen für elf Finanzinvestoren wirksam. Diese hatten zuvor etwa 49 Millionen US-Dollar investiert. Das Management gab bekannt, dass genug Barmittel bereitstehen, um diese möglichen Ausstiege zu finanzieren.
Boom durch KI-Infrastruktur
Parallel dazu profitiert der Konzern von der massiven Nachfrage nach Indiumphosphid-Substraten. Diese Materialien sind für optische Glasfaserverbindungen in modernen Rechenzentren unverzichtbar. Der technische Sprung auf schnellere Übertragungsraten erhöht den Bedarf an Substratfläche um mehr als 300 Prozent.
Das Unternehmen sitzt auf einem dicken Polster an Aufträgen. Der Bestand für InP-Materialien übersteigt bereits die Marke von 100 Millionen US-Dollar. Treiber sind vor allem die milliardenschweren Rechenzentren in den USA und China.
Bis Ende 2026 plant AXT, seine Produktionskapazitäten für InP zu verdoppeln. Ob das Wachstumstempo mit den hohen Erwartungen Schritt hält, wird die Vorlage der Quartalszahlen Ende Juli zeigen. Trotz der jüngsten Kursgewinne liegt das Papier noch rund 65 Prozent unter seinem Jahreshoch vom Mai.
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