AXT Aktie: Rekordhoch bei 126,95 Euro
Der Halbleiter-Zulieferer AXT profitiert von der KI-Nachfrage und erreicht ein historisches Kurshoch. Analysten bleiben trotz des starken Anstiegs zurückhaltend.
Kurz zusammengefasst
- Aktienkurs erreicht neues Allzeithoch
- KI-Nachfrage treibt Umsatzwachstum
- Profitabilität rückt näher
- Analysten sehen Kurspotenzial begrenzt
Die Aktie des Halbleiter-Zulieferers AXT erreichte in den vergangenen Tagen ein historisches Hoch. Bei 126,95 Euro notiert das Papier derzeit – ein Plus von knapp fünf Prozent allein am Montag. Damit hat sich der Kurs innerhalb eines Monats fast verdoppelt und liegt mehr als 1.200 Prozent über dem Jahrestief.
Auslöser der Rallye ist die Wende zur Profitabilität. Angetrieben durch die Nachfrage nach Indium-Phosphid-Substraten, die in KI-Rechenzentren verbaut werden, steigen die Umsätze. Im ersten Quartal legte AXT den Umsatz von 19,4 auf 26,9 Millionen Dollar zu. Der Nettoverlust schrumpfte von 8,8 auf 1,6 Millionen Dollar.
KI-Nachfrage treibt Wende
Das Unternehmen stellt in Aussicht, schon im zweiten Quartal operativ profitabel zu arbeiten. Der Auftragsbestand liegt inzwischen bei über 100 Millionen Dollar. Getrieben wird die Entwicklung vom weltweiten Ausbau der KI-Infrastruktur – Substrate für optische Datenpfade sind derzeit knapp und stark nachgefragt.
Parallel dazu steckt AXT massiv in den Ausbau der eigenen Produktion. Eine Kapitalerhöhung spülte dem Unternehmen rund 632 Millionen Dollar brutto in die Kasse. Das Geld fließt in die Erweiterung der Tongmei-Werke und in Forschung und Entwicklung.
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Analysten bleiben skeptisch
Die Kursrallye hat die Aktie weit über die Ziele der meisten Analysten getrieben. Wedbush hob sein Kursziel zwar auf 93 Dollar an, Northland auf 90 Dollar. B. Riley adjustierte lediglich auf 73 Dollar. Zum Vergleich: Selbst das optimistischste Analystenziel liegt mehr als 25 Prozent unter dem aktuellen Kurs.
Der RSI von 83,7 signalisiert eine überkaufte Marktlage. Die Volatilität bleibt extrem – annualisiert bei knapp 176 Prozent. Sprich: Die Aktie reagiert heftiger auf Nachrichten als fast jeder andere Titel im Markt.
Im Juni will das Management auf Investorenkonferenzen die Strategie vorstellen. Ob die Rallye nachhaltig ist, entscheiden dann die nächsten Quartalszahlen – und die weitere Investitionslaune der Tech-Konzerne.
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