Ballard Power Aktie: Überleben oder Untergang?

Ballard Power verzeichnet erste Erfolge durch Kostensenkungen und einen Großauftrag aus der Schifffahrt, bleibt jedoch mit roten Zahlen und gespaltenen Analystenmeinungen konfrontiert.

Kurz zusammengefasst:
  • Umsatzwachstum von 11 Prozent im zweiten Quartal
  • Bruttomarge verbessert sich um 24 Prozentpunkte
  • Großauftrag über 6,4 Megawatt für Schifffahrtssektor
  • Operativer Cashflow steigt um 42 Prozent

Der Wasserstoff-Pionier Ballard Power steht am Scheideweg. Während ein radikaler Sparkurs erste Früchte trägt und Großaufträge aus der Schifffahrt für Aufsehen sorgen, kämpft das Unternehmen weiter mit roten Zahlen. Die entscheidende Frage: Schafft der Brennstoffzellen-Hersteller den ersehnten Durchbruch zur Profitabilität – oder bleibt es bei der ewigen Zukunftsstory?

Radikaler Sparkurs zeigt Wirkung

Ballard Power hat sich ein klares Ziel gesetzt: Bis Ende 2027 will das Unternehmen positive Cashflows erreichen. Dafür geht der Konzern rigoros vor – die operativen Kosten sollen um satte 30 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025 sinken. Die Maßnahmen sind drastisch: Stellenabbau, vereinfachte Produktpalette und Fokussierung auf profitablere Märkte. Die volle Wirkung dieses Kraftakts wird allerdings erst 2026 spürbar sein.

Q2-Zahlen: Licht und Schatten

Die jüngsten Quartalszahlen zeigen bereits erste Erfolge des Sparkurses. Der Umsatz kletterte um 11 Prozent auf 17,8 Millionen Dollar, getrieben von Geschäften im Bahn- und Bussegment. Noch bedeutender: Die Bruttomarge verbesserte sich um 24 Prozentpunkte, auch wenn sie mit minus 8 Prozent weiter im Negativen bleibt. Der operative Cashflow verbesserte sich um 42 Prozent, während die liquiden Mittel bei soliden 550 Millionen Dollar liegen.

Dennoch gibt es Warnsignale: Der Auftragsbestand schrumpfte um 7 Prozent auf 146,2 Millionen Dollar. Ein Rückgang, der die anhaltenden Herausforderungen im hart umkämpften Wasserstoffmarkt unterstreicht.

Großauftrag befeuert Hoffnungen

Doch nach Quartalsende kam die erlösende Nachricht: Ballard sicherte sich einen der größten Marine-Aufträge der Branchengeschichte. 32 Brennstoffzellen-Motoren mit 6,4 Megawatt Gesamtleistung gehen an zwei Schiffe des Logistikriesen Samskip. Dieser Deal zeigt, dass die Technologie in Nischenmärkten zunehmend Fuß fasst.

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Auch institutionelle Anleger scheinen zu glauben: Invesco Ltd. stockte seine Position kürzlich um über 130.000 Aktien auf und hält nun etwa 1,24 Prozent des Unternehmens.

Analysten bleiben gespalten

Die Expertenmeinungen könnten unterschiedlicher nicht sein. Während BMO Capital Markets auf „Underperform“ setzt, bleiben Susquehanna und National Bank Financial bei „Neutral“ bzw. „Hold“. Diese Zurückhaltung spiegelt die Grundsatzfrage wider: Kann Ballard den Spagat zwischen Kostendisziplin und Wachstum meistern?

Die Ballard Power Aktie steht symbolisch für die gesamte Wasserstoff-Branche: voller Potenzial, aber mit ungewissem Ausgang. Der aktuelle Kurs von 1,69 Euro (-2,9 Prozent) zeigt, dass die Skepsis bleibt. Die nächsten Quartale werden entscheiden, ob der Sparkurs trägt – oder ob die ewige Zukunftstechnologie wieder einmal auf später vertröstet werden muss.

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