Ballard Power Aktie: Weichai-Vertreter gehen
Die Hauptversammlung von Ballard Power besiegelt den Abgang mehrerer Aufsichtsräte, darunter zwei Weichai-Vertreter. Der Aktienkurs zeigt sich unbeeindruckt.

Kurz zusammengefasst
- Rücktritte von drei Direktoren bestätigt
- Weichai verliert Sitze im Kontrollgremium
- Aktie mit 328 Prozent Jahresplus
- Fokus kehrt zum Tagesgeschäft zurück
Ballard Power Systems ordnet seine Führungsriege neu. Auf der Hauptversammlung am 3. Juni bestätigten die Aktionäre zwar das bestehende Management, nickten aber weitreichende Personalabgänge ab. Besonders der Rückzug der Weichai-Vertreter markiert einen Wendepunkt für den kanadischen Brennstoffzellen-Spezialisten.
Rückzug der Großaktionäre
Die formelle Bestätigung der Rücktritte prägte das Aktionärstreffen. Janet Woodruff legte ihr Mandat zum 2. Juni nieder. Schwerer wiegt der Abgang von Michael Chen und Huajie Wang. Der chinesische Motorenbauer Weichai hatte beide Direktoren nominiert. Sie räumten ihre Posten bereits am 13. Mai. Diese Personalien erzwingen eine Neuausrichtung im Kontrollgremium.
Abseits der Personalabgänge verlief die Versammlung nach Plan. Die Anteilseigner wählten die verbleibenden Direktoren mit deutlicher Mehrheit wieder. KPMG bleibt als Wirtschaftsprüfer an Bord. Die Aktionäre billigten per Votum auch die Vergütungsstruktur des Vorstands.
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Massive Kursgewinne im Rücken
An der Börse reagieren Investoren gelassen auf den Umbau. Die Papiere notieren aktuell bei 5,16 Euro und geben auf Tagessicht leicht nach. Auf lange Sicht dominiert eine extreme Aufwärtsdynamik.
Innerhalb von zwölf Monaten schoss der Kurs um rund 328 Prozent in die Höhe. Erst am Dienstag markierte der Titel bei 5,62 Euro ein neues Jahreshoch. Der Relative-Stärke-Index signalisiert mit einem Wert von 70,5 weiterhin ein starkes Momentum.
Ballard Power Systems treibt die Elektrifizierung von Bussen, Lkw und Schiffen nun mit einem veränderten Aufsichtsrat voran. Die operative Ausrichtung im globalen Brennstoffzellenmarkt bleibt unverändert. Nach dem Abschluss der Hauptversammlung richtet sich der Fokus der Investoren wieder auf das operative Geschäft und die Verteidigung des massiven Kursaufschlags weit oberhalb der 50-Tage-Linie.
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