Nach Jahren der Ungewissheit und zähen Verhandlungen kann Barrick Gold aufatmen: Die Regierung in Mali hat den Betrieb der wichtigen Loulo-Goldmine für weitere zehn Jahre genehmigt. Während dieser geopolitische Konflikt gelöst ist, braut sich jedoch an anderer Stelle Ärger zusammen. Partner Newmont stellt sich bei den Plänen für das Nordamerika-Geschäft quer und könnte die Strategie des Goldriesen behindern.
Einigung sichert „Kronjuwel“ in Afrika
Die Nachricht aus Bamako ist für Barrick von fundamentaler Bedeutung. Der Minenkomplex Loulo-Gounkoto gilt als operativer Eckpfeiler des Konzerns und generierte allein im Jahr 2024 fast 900 Millionen US-Dollar Umsatz. Am vergangenen Freitag bestätigte die Militärregierung Malis die Verlängerung der Abbaugenehmigung um zehn Jahre.
Vorausgegangen war ein zweijähriger Streit, der im November 2025 beigelegt wurde. Auslöser war ein neues Bergbaugesetz von 2023, das höhere Steuern und eine stärkere Staatsbeteiligung vorsah. Der nun finalisierte Kompromiss sieht vor, dass Barrick seine Klage vor dem Schiedsgericht der Weltbank zurückzieht. Im Gegenzug stellt Mali alle Verfahren gegen den Konzern ein und gibt die operative Kontrolle vollständig zurück. Eine neue Machbarkeitsstudie unterstreicht den Wert der Einigung: Sie weist Reserven für sechs Jahre Tagebau und 16 Jahre Untertagebau aus.
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Neuer Konflikt in Nevada
Während in Westafrika Ruhe einkehrt, wächst der Druck auf dem Heimatmarkt. Barrick plant, seine nordamerikanischen Gold-Assets Ende 2026 in einem separaten Börsengang (IPO) zu listen. Doch der Joint-Venture-Partner Newmont Corporation funkt dazwischen.
Newmont, das 38,5 Prozent an den gemeinsamen „Nevada Gold Mines“ hält, kritisierte am 9. Februar öffentlich die Leistung des von Barrick geführten Betriebs. Der Vorwurf lautet auf Leistungsabfall und Wertverlust in den letzten sechs Jahren. Newmont droht nun, Schutzklauseln im Partnerschaftsvertrag zu aktivieren, was den geplanten IPO verzögern oder blockieren könnte. Dies wirft einen Schatten auf die ansonsten starken Finanzdaten des vierten Quartals 2025, in dem Barrick den Umsatz um 65 Prozent auf 6 Milliarden US-Dollar steigerte und die Dividende mehr als verdoppelte.
Fazit
Mit der Einigung in Mali und soliden Quartalszahlen steht Barrick operativ gefestigt da, was sich auch in der Kursentwicklung von rund 4,4 Prozent seit Jahresanfang widerspiegelt. Der Fokus der Anleger verschiebt sich nun auf den geplanten Börsengang der Nordamerika-Sparte. Ob der Zeitplan für Ende 2026 hält, dürfte maßgeblich davon abhängen, ob Barrick die Bedenken von Partner Newmont bezüglich der Nevada-Assets zeitnah und ohne juristische Eskalation ausräumen kann.
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