Barrick Aktie: Expansion im Wüsten-Goldgürtel

Barrick Gold startet Explorationskampagnen in Ägyptens Ostwüste und profitiert von starken Quartalszahlen sowie neuem institutionellem Kapital. Die Aktie notiert nahe ihrem Jahreshöchststand.

Kurz zusammengefasst:
  • Explorations-Roadmap für Gold in Ägyptens Ostwüste
  • Über 90 Prozent institutioneller Aktionärsanteil
  • Gewinnwachstum von fast 94 Prozent prognostiziert
  • Aktie notiert nahe 52-Wochen-Hoch

Barrick stellt seine Weichen klar auf Wachstum – und rückt die Goldexploration in Ägyptens Ostwüste ins Zentrum der Strategie. Parallel dazu fließt frisches institutionelles Kapital, während die Gewinnschätzungen deutlich nach oben angepasst werden. Wie stimmig ist dieser Mix aus geopolitischer Expansion, operativem Momentum und technischer Stärke?

Neue Wachstumsachse in Ägypten

Am 14. und 15. Januar traf sich Barrick-CEO Mark Hill am Rande des Future Minerals Forum in Riad mit Ägyptens Minister für Erdöl und Bodenschätze, Karim Badawi. Im Mittelpunkt stand eine konkrete Roadmap für die Goldexploration in der Ostwüste, einem Teil des sogenannten Arabisch-Nubischen Schilds.

Die Basis dafür wurde 2025 gelegt: Nach abgeschlossenen geologischen Untersuchungen bestätigte Barrick nun den Start neuer Explorationskampagnen in der Region. Politisch bekommt das Projekt Rückenwind: Kairo hat ein neues, wettbewerbsfähiges Vertragsmodell für Gold und andere Mineralien eingeführt, das ausländische Investitionen vereinfachen soll und auf eine deutlich höhere Wertschöpfung des Bergbaus im Bruttoinlandsprodukt zielt.

Damit positioniert sich Barrick in einem Gebiet, in dem sich weltweit führende Konzerne tummeln. Der Fokus auf die Ostwüste bringt das Unternehmen direkt in Konkurrenz – und potenziell auch Kooperation – mit Playern wie BHP und Lotus Gold, die in Riad ebenfalls Gespräche mit Minister Badawi führten.

Institutionelles Vertrauen und starke Kennzahlen

Die strategische Offensive wird von neuen Zuflüssen institutioneller Anleger begleitet. Meldeunterlagen dieser Woche zeigen, dass Q3 Asset Management im dritten Quartal eine neue Position aufgebaut und 106.796 Barrick-Aktien im Wert von rund 3,5 Millionen US-Dollar erworben hat. Insgesamt liegen inzwischen über 90 % der Papiere in den Händen institutioneller Investoren – ein klares Indiz für breites Profi-Interesse.

Auf der Ergebnisebene liefert Barrick ebenfalls Argumente:

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  • Prognostiziertes Gewinnwachstum laut Zacks: +93,48 % im laufenden Geschäftsjahr (YoY)
  • Konsensschätzung für den Gewinn je Aktie 2025: 2,26 US-Dollar, nach mehreren Anhebungen in den vergangenen 60 Tagen
  • Q3 2025 Umsatz: 4,19 Mrd. US-Dollar, +23,2 % im Jahresvergleich
  • Q3 2025 EPS: 0,58 US-Dollar, leicht über den Erwartungen

Bewertungstechnisch wird die Aktie aktuell mit einem KGV von etwa 24 gehandelt, hinzu kommt eine Dividendenrendite von 1,40 %. Damit zahlt das Unternehmen seinen Aktionären zumindest einen moderaten laufenden Ertrag, während es gleichzeitig in neue Reserven investiert.

Gold-Superzyklus als Rückenwind

Barricks Expansion fällt in eine selten starke Phase für Edelmetalle. Der Goldpreis bewegt sich Anfang 2026 nahe 4.600 US-Dollar je Feinunze, getrieben von geopolitischen Spannungen und anhaltenden Käufen der Zentralbanken. Produzenten drängen daher, sich zusätzliche Reserven zu sichern – Reservenersatz ist für große Minenbetreiber zu einem entscheidenden Steuerungsmaß geworden.

Genau hier setzt der neue CEO Mark Hill an, der das Ruder Ende 2025 übernommen hat. Seine Strategie zielt sichtbar auf aggressiven Reservenaufbau in aussichtsreichen Regionen wie dem Arabisch-Nubischen Schild. Aus Marktsicht ergibt sich daraus eine Mischung aus zyklischem Rückenwind durch hohe Goldpreise und strukturellem Wachstum durch neue Projekte.

Trotz einer starken Kursentwicklung von knapp 44 % in den vergangenen drei Monaten sehen einige Analysten Bewertungsreserven. Simply Wall St schätzt, dass die Aktie derzeit etwa 5 % unter ihrem fairen Wert gehandelt wird – gemessen an der Relation von Unternehmenskennzahlen und aktuellen Goldnotierungen.

Technische Lage und nächster Termin

Aus technischer Sicht bleibt der Aufwärtstrend intakt. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt, was den seit Monaten laufenden Aufschwung bestätigt. Im deutschen Handel notiert die Aktie mit 42,84 Euro nur knapp unter ihrem jüngsten 52-Wochen-Hoch, nachdem sie auf Sicht von zwölf Monaten um rund 179 % zugelegt hat. Der 14-Tage-RSI von 28,4 signalisiert dabei eine kurzfristig überkaufte Situation, was durchaus zu Zwischenkonsolidierungen führen kann.

Der nächste harte Prüfstein steht bereits fest: Am 5. Februar 2026 legt Barrick die Zahlen für das Gesamtjahr und das vierte Quartal vor. Dann wird sich zeigen, ob das Unternehmen die hohen Erwartungen an Gewinnwachstum, Reservenstrategie und MENA-Expansion mit konkreten Fortschritten unterlegen kann – und ob der Markt der Aktie weiteres Kurspotenzial zugesteht.

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