Barrick liefert gleich mehrere Signale auf einmal: Rekordzahlen, eine deutlich höhere Dividende und ein neuer CEO. Dazu kommt ein strategischer Schritt, der weit über das Tagesgeschäft hinausgeht: Der Konzern will seine nordamerikanischen Gold-Assets an die Börse bringen. Doch was steckt hinter diesem Bündel an Entscheidungen?
Rekordzahlen stützen die Story
Im vierten Quartal 2025 meldete Barrick laut Unternehmensangaben das stärkste Quartal der Firmengeschichte. Der operative Cashflow stieg gegenüber dem dritten Quartal auf 2,73 Mrd. US-Dollar, der Free Cashflow auf 1,62 Mrd. US-Dollar. Auch der Gewinn sprang deutlich an: Der Gewinn je Aktie lag bei 1,43 US-Dollar, bereinigt bei 1,04 US-Dollar – jeweils mit kräftigen Zuwächsen im Vergleich zum Vorquartal.
Ein Treiber war das Wachstum auf der Umsatzseite. Die Erlöse kletterten im Quartal um 45% auf 6,0 Mrd. US-Dollar. Auf operativer Ebene liefert Barrick ebenfalls mehr Material: Die Goldproduktion lag im Quartal bei 871.000 Unzen (+5% gegenüber Q3), Kupfer bei 62.000 Tonnen.
Für das Gesamtjahr 2025 weist Barrick 16,96 Mrd. US-Dollar Umsatz aus, dazu 7,69 Mrd. US-Dollar operativen Cashflow und 3,87 Mrd. US-Dollar Free Cashflow. Diese Zahlen sind wichtig, weil sie direkt die neue Ausschüttungslogik untermauern.
Die wichtigsten Eckpunkte (Q4 2025):
– Umsatz: 6,0 Mrd. US-Dollar (+45% vs. Q3)
– Operativer Cashflow: 2,73 Mrd. US-Dollar (+13%)
– Free Cashflow: 1,62 Mrd. US-Dollar (+9%)
– Dividende je Aktie: 0,42 US-Dollar (+140%)
Dividende rauf – mit neuem Mechanismus
Der Vorstand hat eine Quartalsdividende von 0,42 US-Dollar je Aktie beschlossen. Das entspricht einem Plus von 140% gegenüber dem dritten Quartal. Gleichzeitig führt Barrick eine neue Dividendenpolitik ein: Künftig soll die Gesamtausschüttung auf Jahresbasis 50% des „attributable free cash flow“ erreichen.
Das Modell besteht aus zwei Bausteinen:
– einer festen Basisdividende von 0,175 US-Dollar je Quartal (40% höher)
– einem leistungsabhängigen Top-up zum Jahresende, abhängig vom Free Cashflow
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Die Dividende für Q4 2025 wird am 16. März 2026 ausgezahlt; Stichtag ist der 27. Februar 2026.
Parallel dazu lief das Aktienrückkaufprogramm weiter: 2025 kaufte Barrick Aktien im Wert von rund 1,5 Mrd. US-Dollar zurück (etwa 3,0% der ausstehenden Aktien). Allein im vierten Quartal waren es 500 Mio. US-Dollar.
Neuer CEO – und ein Börsengang bis Ende 2026
Mit Mark Hill bekommt Barrick einen neuen President und CEO, der den Konzern durch den geplanten Börsengang der nordamerikanischen Gold-Assets führen soll. Hill zieht zugleich in den Verwaltungsrat ein. Zusätzlich verstärkt sich das Unternehmen im Board: Robert Samek, früher Senior Partner bei McKinsey, übernimmt Aufgaben in den Ausschüssen für Audit & Risk sowie Vergütung.
Strategisch am spannendsten ist die bestätigte IPO-Planung: Nach eigener Aussage hat der Verwaltungsrat nach finanzieller und operativer Analyse grünes Licht für die Vorbereitung eines Börsengangs einer neuen Einheit („NewCo“) gegeben. In diese sollen unter anderem Beteiligungen an Nevada Gold Mines, Beteiligungen an Pueblo Viejo sowie die Fourmile-Entdeckung in Nevada eingebracht werden. Barrick will auch nach dem IPO eine „signifikante“ Mehrheitskontrolle behalten. Der Abschluss wird für Ende 2026 angepeilt – vorbehaltlich Marktumfeld und Genehmigungen.
Am Aktienmarkt zeigt sich zuletzt trotz der starken Jahresperformance eine kurze Verschnaufpause: In den vergangenen sieben Tagen steht der Kurs mit -5,31% im Minus.
Zum Ausblick hat Barrick eine Produktionsprognose für 2026 genannt: 2,90 bis 3,25 Mio. Unzen Gold sowie 190.000 bis 220.000 Tonnen Kupfer. Beim Gold rechnet der Konzern zudem mit All-in Sustaining Costs von 1.760 bis 1.950 US-Dollar je Unze (auf Basis einer angenommenen Goldpreisgröße von 4.500 US-Dollar je Unze).
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