Barrick will seine Nordamerika-Assets über einen Börsengang (IPO) teilweise an die Börse bringen. Doch ausgerechnet der wichtigste Partner im Joint Venture Nevada Gold Mines stellt sich quer. Das macht die geplante Abspaltung komplizierter – und rückt ein Thema in den Mittelpunkt: die operative Leistung der Nevada-Minen.
Newmont erhöht den Druck
Newmont wirft dem gemeinsamen Großprojekt Nevada Gold Mines eine spürbare Verschlechterung von Performance und Vermögenswerten über die vergangenen sechs Jahre vor. In einer eigenen Stellungnahme verlangt Newmont, dass Barrick diese Probleme adressiert, bevor der IPO weiterverfolgt wird.
Brisant: Newmont deutet an, Schutzklauseln aus dem Joint-Venture-Vertrag zu ziehen. Im Kern geht es um Regelungen, die bei Transaktionen greifen – inklusive Transferbeschränkungen. Damit steht zumindest im Raum, dass Newmont den Deal erschweren oder im Extremfall blockieren könnte, falls die vertraglichen Vorgaben nicht eingehalten werden.
Warum Nevada so zentral ist
Nevada Gold Mines ist nicht irgendein Asset im Portfolio. Das Joint Venture wurde 2019 gegründet; Barrick hält 61,5%, Newmont 38,5%. Laut RBC-Analyst Josh Wolfson macht Nevada Gold Mines grob rund 60% des Marktwerts von Barrick aus – damit wäre es der wertvollste Baustein im Konzern.
Genau das erklärt, warum Newmont bei jeder Eigentümer- oder Strukturänderung genau hinschaut. Und es erklärt auch, warum der geplante Börsengang politisch wie wirtschaftlich heikel ist: Wer Nevada kontrolliert und wie die Interessen gesichert sind, entscheidet über den Wert der ganzen Transaktion.
Wichtige Fakten auf einen Blick:
– Beteiligung am Joint Venture: Barrick 61,5%, Newmont 38,5%
– Barricks IPO-Plan (angekündigt am 5. Februar 2026): Verkauf von 10% bis 15%, Mehrheit soll „signifikant“ bleiben
– Geplantes Paket: Nevada-Anteil, Fourmile-Entwicklung (100% Barrick), Pueblo Viejo (Dominikanische Republik)
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IPO-Pläne treffen auf Produktionsprobleme
Barrick hatte am 5. Februar angekündigt, einen Börsengang der nordamerikanischen Goldaktivitäten vorzubereiten. Newmont geht laut von Bloomberg zitierten Quellen jedoch davon aus, dass dafür seine Zustimmung nötig ist. Barrick könnte den IPO so strukturieren, dass formal kein Kontrollwechsel ausgelöst wird – auch um zu vermeiden, dass vertragliche Vorkaufsrechte scharfgestellt werden.
Zusätzlich belastet ein operatives Thema die Lage: Barrick meldete 2025 das sechste Jahr in Folge sinkende Produktion, auf dem niedrigsten Niveau seit mindestens 25 Jahren. Für 2026 stellt das Unternehmen weitere Rückgänge in Aussicht – auch im Nevada-Joint-Venture. Das trifft einen wunden Punkt, weil Barrick damit nach Darstellung des Quelltexts nicht im gewünschten Maß von Rekord-Goldpreisen profitieren konnte.
Parallel versucht Barrick, Vertrauen über Kapitalrückflüsse zu stärken:
– Dividende: Für Q4 2025 wurden 0,42 US-Dollar je Aktie angekündigt, ein Plus von 140% gegenüber dem Vorquartal.
– Neue Dividendenpolitik: Ziel ist eine Gesamtausschüttung von 50% des zurechenbaren freien Cashflows.
– Aktienrückkäufe: 2025 wurden rund 51,90 Mio. Aktien für 1,5 Mrd. US-Dollar zurückgekauft (etwa 3% der ausstehenden Aktien).
Am Markt zeigt sich zuletzt Nervosität: Auf 30 Tage liegt die Aktie laut den bereitgestellten Daten rund 8,9% im Minus – bei gleichzeitig hoher Schwankungsbreite.
Zum Schluss verdichtet sich das Bild: Newmont macht klar, dass es bei Nevada erst messbare operative Verbesserungen sehen will, bevor über einen IPO diskutiert wird. Der nächste entscheidende Schritt ist damit weniger die Börsen-Story – sondern ob Barrick die Performance im Nevada-Komplex stabilisieren kann, ohne mit dem Partner über Vertragsklauseln und Zustimmungsrechte in einen offenen Konflikt zu geraten.
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