Barrick Gold Aktie: Führungswechsel und IPO-Plan

Der Goldproduzent besetzt Schlüsselpositionen neu und plant den Börsengang seiner US-Assets, während ein Rechtsstreit mit Partner Newmont den Zeitplan gefährdet.

Kurz zusammengefasst:
  • Neue Finanzchefin und Legal Officer ernannt
  • Starker Gewinnanstieg im letzten Quartal
  • Geplanter Börsengang der Nevada-Anlagen
  • Rechtsstreit mit Joint-Venture-Partner Newmont

Barrick Gold krempelt die Chefetage um – und das inmitten von Rekordergebnissen und bei Goldpreisen über 5.000 Dollar je Unze. Gleichzeitig plant der Konzern den Börsengang seiner nordamerikanischen Assets. Doch ein Rechtsstreit mit Partner Newmont könnte den Zeitplan gefährden.

Neues Führungsteam installiert

Der kanadische Goldproduzent hat im März 2026 gleich mehrere Schlüsselpositionen neu besetzt. James J. McGuire übernahm die Rolle des Chief Legal and Policy Officer, Woo Lee wurde Chief Global Affairs Officer. Beide berichten direkt an CEO Mark Hill und gehören künftig dem Executive Committee an.

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Die Ernennungen folgen einer klaren strategischen Logik: Barrick rüstet sich für komplexe Transaktionen und intensiveren Kontakt mit Regierungen. McGuire bringt über 30 Jahre Erfahrung in der Unternehmensberatung mit, Lee verfügt über drei Jahrzehnte diplomatische Expertise – unter anderem im US-Außenministerium mit Stationen in China und Ostasien.

Zum 1. März stieß zudem Helen Cai als neue Finanzchefin hinzu. Sie kommt von Goldman Sachs und CICC, wo sie in den Bereichen Equity Research, M&A und Kapitalmarkt tätig war. Mark Hill wurde parallel zum President und CEO ernannt und in den Verwaltungsrat berufen.

Rekordergebnis im vierten Quartal

Die Führungswechsel fallen in eine Phase außergewöhnlicher Finanzkraft. Im vierten Quartal 2025 förderte Barrick 871.000 Unzen Gold und 62.000 Tonnen Kupfer. Der Umsatz erreichte 6,00 Milliarden Dollar, der operative Cashflow lag bei 2,73 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie stieg um 88 Prozent auf 1,43 Dollar.

Operativ lieferten vor allem die Nevada Gold Mines ab. Die Carlin-Mine steigerte ihre Produktion im Vergleich zum Vorquartal um 25 Prozent. Beim Fourmile-Projekt in Nevada gelang es, die ausgewiesenen Goldressourcen zum zweiten Mal in Folge zu verdoppeln – auf nun 2,6 Millionen Unzen in der Kategorie „indicated“ und 13 Millionen Unzen „inferred“.

Neue Dividendenpolitik und Aktienrückkäufe

Parallel zur operativen Stärke hat Barrick seine Kapitalrückführung neu aufgestellt. Die Dividendenpolitik sieht künftig eine Ausschüttung von 50 Prozent des freien Cashflows vor – aufgeteilt in eine fixe Basisdividende von 0,175 Dollar pro Quartal und eine variable Komponente zum Jahresende. Die Dividende für das vierte Quartal 2025 wird am 16. März 2026 gezahlt.

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Im Gesamtjahr 2025 kaufte der Konzern rund 51,9 Millionen eigene Aktien zurück, was etwa drei Prozent des ausstehenden Kapitals entspricht. Dafür wurden 1,5 Milliarden Dollar aufgewendet.

IPO der US-Assets – mit Hindernissen

Das größte strategische Vorhaben bleibt die geplante Abspaltung der nordamerikanischen Goldanlagen. Barrick will seine Mehrheitsbeteiligung an den Nevada Gold Mines über einen Börsengang Ende 2026 in eine eigenständige Gesellschaft überführen.

Doch genau hier droht Ungemach: Partner Newmont hat im Februar 2026 offiziell Vertragsbruch geltend gemacht. Der Vorwurf: Barrick habe das Joint Venture vernachlässigt und Ressourcen abgezogen. Das Gemeinschaftsunternehmen – 61,5 Prozent Barrick, 38,5 Prozent Newmont – ist der weltweit größte Goldkomplex. Beide Partner beklagen steigende Erhaltungskosten für 2026, unter anderem durch aufwendiges Tailings-Management und Wasseraufbereitung.

Der Rechtsstreit könnte den IPO-Zeitplan verzögern oder die Bewertung der neuen Gesellschaft belasten.

Ausblick 2026 und Kupferstrategie

Für 2026 plant Barrick eine Goldproduktion zwischen 2,90 und 3,25 Millionen Unzen – etwas unter dem Vorjahreswert von 3,26 Millionen Unzen, bereinigt um veräußerte Minen. Die All-in-Kosten sollen bei 1.760 bis 1.950 Dollar je Unze liegen, kalkuliert auf Basis eines Goldpreises von 4.500 Dollar.

Nach der Abspaltung will sich der verbleibende Barrick-Konzern verstärkt auf Kupfer konzentrieren. Bis 2030 soll das Industriemetall zwischen 30 und 40 Prozent zum EBITDA beitragen. Dafür investiert das Unternehmen zwei Milliarden Dollar in die Expansion der Lumwana-Mine in Sambia und entwickelt das Reko-Diq-Projekt in Pakistan.

Die nächsten Quartale werden zeigen, ob Barrick den IPO-Prozess trotz juristischer Turbulenzen durchziehen kann und ob die Doppelstrategie Gold-Kupfer langfristig überzeugt.

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