Barrick Mining Aktie: Bewertungsfrage

Nach einer Rally von fast 200 % stuft Zacks die Barrick-Aktie auf Hold herab, während andere Analysten und große Investoren weiterhin optimistisch bleiben. Die Quartalszahlen im Februar werden aufmerksam verfolgt.

Kurz zusammengefasst:
  • Downgrade von Zacks Research auf Hold
  • Starke operative Entwicklung und Goldpreis-Rückenwind
  • Institutionelle Investoren bauen Positionen aus
  • Wichtige Quartalszahlen stehen Anfang Februar an

Nach einer beeindruckenden Zwölf-Monats-Rally von knapp 200 % tut sich die Barrick-Mining-Aktie in der Nähe ihres Jahreshochs schwer. Ein frisches Downgrade von Zacks Research sorgt für Zurückhaltung – trotz weiterhin starker operativer Entwicklung und Rückenwind vom Goldpreis.

Zacks wird vorsichtiger

Zacks Research hat seine Einstufung für Barrick Mining von „Strong Buy“ auf „Hold“ zurückgenommen. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem die inzwischen ambitionierte Bewertung, weniger die Geschäftsentwicklung.

Barrick Gold

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Der Markt reagierte zunächst gelassen, die Aktie schloss nur leicht schwächer bei 49,57 US-Dollar an der NYSE.

Wichtige Kennzahlen im Überblick:

  • KGV (aktuell): ca. 24,1
  • Kursanstieg 12 Monate: rund +198 %
  • 52‑Wochen-Hoch: 50,51 US‑Dollar
  • Marktkapitalisierung: 84,03 Mrd. US‑Dollar
  • PEG-Ratio: 0,18
  • EPS (letzte 12 Monate): 2,08 US‑Dollar

Das aktuelle KGV von 24,1 liegt über dem historischen Durchschnitt, wenngleich das durchschnittliche Analystenkursziel bei über 47 US‑Dollar gesehen wird. Gleichzeitig signalisiert eine PEG-Ratio von 0,18 eine niedrige Bewertung gemessen am erwarteten Gewinnwachstum. Prognosen zufolge soll das Forward-KGV von derzeit rund 21 auf 12,6 bis 2027 sinken.

Starke Institutionelle im Rücken

Parallel zur vorsichtigeren Analystenstimme bauen große Adressen ihre Positionen weiter aus. Aktuelle Meldungen zeigen:

  • Capital International hat seinen Anteil um knapp 36 % erhöht.
  • Vanguard hat ebenfalls aufgestockt.
  • Über 90 % der ausstehenden Aktien liegen in den Händen institutioneller Investoren.

Das deutet auf breiten Rückhalt für die mittelfristige Strategie hin. Unterstützung kommt zudem von der Seite der Analysten: BNP Paribas Exane hat die Aktie jüngst von „Neutral“ auf „Outperform“ hochgestuft. Begründet wird dies unter anderem mit mehreren Kurstreibern, darunter eine mögliche Veränderung an der CEO-Spitze sowie die Beilegung der Probleme in Mali.

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Goldpreis als Gewinnmotor

Operativ läuft es für Barrick derzeit sehr gut. Der Goldpreis hält sich stabil über 4.600 US‑Dollar je Unze und markierte vor Kurzem ein Rekordhoch bei 4.642,20 US‑Dollar. In diesem Umfeld arbeiten die Minen mit hohen Margen.

Im dritten Quartal 2025 stiegen die Erlöse um mehr als 23 % auf 4,19 Mrd. US‑Dollar. Damit profitiert der Konzern klar vom Goldpreisumfeld und von strikter Kostenkontrolle.

Mali-Risiko weitgehend ausgeräumt

Ein wichtiger Unsicherheitsfaktor ist inzwischen vom Tisch. Der Streit um den Loulo‑Gounkoto‑Komplex in Mali wurde im November 2025 beigelegt. Damit entfällt ein wesentliches geopolitisches Risiko.

Das Management kann sich nun stärker auf strategische Projekte konzentrieren. Dazu gehört die Prüfung eines möglichen Börsengangs der nordamerikanischen Goldaktivitäten.

Geplant ist ein eigenständiges börsennotiertes Vehikel („NewCo“), in das Beteiligungen an Nevada Gold Mines, Pueblo Viejo sowie die Fourmile-Goldentdeckung eingebracht würden. Barrick soll dabei eine deutliche Mehrheitsbeteiligung behalten.

Nächster Impuls: Q4-Zahlen

Am 5. Februar veröffentlicht Barrick die Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025. Im Fokus steht, ob sich die Margen im aktuellen Goldpreisumfeld weiter ausweiten und ob es konkrete Neuigkeiten zur möglichen Abspaltung der Nordamerika-Sparte gibt.

Die Aktie hat den Sektor klar hinter sich gelassen: Während der Minensektor im vergangenen Jahr um 155 % zulegte, kam Barrick auf rund 198 %. Der Vorsprung wird maßgeblich auf konsequentes Kostenmanagement zurückgeführt. Ob der nachhaltige Ausbruch über die psychologisch wichtige Marke von 50 US‑Dollar gelingt, dürfte wesentlich von den anstehenden Geschäftszahlen und Details zu „NewCo“ abhängen.

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