Barrick Mining Aktie: Spürbarer Gegenwind?
Trotz Rekord-Cashflow und gelöster Mali-Streitigkeit steht die Barrick-Aktie unter Druck. Goldpreiskorrektur und Rechtsstreit mit Newmont belasten die Bewertung des Minenkonzerns.

Kurz zusammengefasst
- Goldpreis verliert über 13 Prozent in zwei Wochen
- Rechtsstreit mit Newmont belastet den Aktienkurs
- Rekord-Cashflow und starke Aktionärsrückgaben
- Einigung in Mali sichert wichtige Lizenzverlängerung
Rekordcashflow im vierten Quartal, eine gelöste Streitigkeit in Mali, ein aufgewertetes Goldprojekt — und trotzdem steht die Barrick-Aktie erheblich unter Druck. Der Grund liegt weniger im Unternehmen selbst als in einem ungünstigen Zusammenspiel aus Rohstoffpreisen, Rechtsstreitigkeiten und abziehendem Spekulationskapital.
Goldpreiskorrektur trifft Bewertung
Gold hat in dieser Woche seine schlechteste Wochenperformance seit Jahren hingelegt. Von einem Hoch von rund 5.200 Dollar je Unze Anfang März ist der Preis auf unter 4.500 Dollar gefallen — ein Rückgang von mehr als 13% in weniger als zwei Wochen. Silber verlor im gleichen Zeitraum noch stärker.
Hinter dem Ausverkauf steckt ein Zusammentreffen mehrerer Faktoren: Die US-Notenbank hält ihren Leitzins bei 3,50 bis 3,75 Prozent und gibt keine Lockerungssignale. Der eskalierende US-Iran-Konflikt belastet die Risikobereitschaft. Und das spekulative Kapital, das Goldfonds und Privatanleger während des 66-prozentigen Goldanstiegs und des 135-prozentigen Silberanstiegs im Jahr 2025 in den Markt getrieben hatte, zieht sich nun zurück — und reißt Minenaktien mit.
Die Folge für Barrick: Die Aktie notiert rund 21% unterhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts. Das Forward-KGV ist auf 10,2 gesunken, was für einen der weltweit größten Goldproduzenten historisch niedrig ist. Die Dividendenrendite liegt bei 4,2%.
Rechtsstreit mit Newmont belastet Stimmung
Zusätzlich zur Rohstoffschwäche drückt der anhaltende Konflikt mit Newmont auf die Bewertung. Beim gemeinsamen Gemeinschaftsunternehmen Nevada Gold Mines streiten sich beide Parteien seit Längerem — und laut RBC Capital Markets entfallen rund 60% von Barricks Marktwert auf genau dieses Asset. Ein früheres Verzugsschreiben von Newmont hatte den Kurs damals um mehr als 7% einbrechen lassen. Seitdem preist der Markt einen dauerhaften „Litigationsabschlag“ ein.
Entscheidend wird sein, ob Barrick seine Produktionsprognose für 2026 von 2,9 bis 3,25 Millionen Unzen Gold trotz der Probleme in Nevada halten kann. Parallel dazu wartet der Markt auf die Einreichung des Form S-1 für die geplante NewCo-Abspaltung. Bleibt das Dokument bis Ende des dritten Quartals aus, verschiebt sich der IPO aller Voraussicht nach auf 2027.
Positive Entwicklungen im Hintergrund
Nicht alles zeigt nach unten. Im Februar 2026 einigte sich Barrick mit der malischen Regierung auf eine Beilegung des jahrelangen Streits um den Loulo-Gounkoto-Komplex. Gegen eine Zahlung von rund 430 Millionen Dollar sicherte sich das Unternehmen eine zehnjährige Lizenzverlängerung und die volle Betriebskontrolle zurück. Vier festgehaltene Mitarbeiter wurden freigelassen, die Produktionsprognose für den Komplex liegt 2026 bei 260.000 bis 290.000 Unzen.
Das Fourmile-Projekt in Nevada entwickelt sich ebenfalls stark: Die angezeigte Goldressource hat sich zum zweiten Mal in Folge verdoppelt und steht nun bei 2,6 Millionen Unzen mit einem Gehalt von 17,59 Gramm pro Tonne. Das Bohrbudget steigt 2026 auf 150 bis 160 Millionen Dollar, nach 91 Millionen im Vorjahr.
Das Aktionärsrückgabeprogramm bleibt intakt: Im Jahr 2025 kaufte Barrick eigene Aktien im Wert von 1,5 Milliarden Dollar zurück. Der operative Cashflow im vierten Quartal erreichte mit 2,73 Milliarden Dollar einen Rekordwert, der freie Cashflow lag bei 1,62 Milliarden Dollar — jeweils deutlich über dem Vorquartal. Die neue Dividendenpolitik sieht eine Ausschüttung von 50% des freien Cashflows vor, bestehend aus einer festen Quartalsdividende von 0,175 Dollar je Aktie und einer variablen Jahreskomponente.
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