BASF: 5,8 Milliarden aus Coatings-Verkauf erwartet

Knapp unter dem 52-Wochen-Hoch, ein laufendes Milliarden-Rückkaufprogramm und ein Quartalsbericht, der erstmals die volle Wucht des schwachen Dollars zeigen wird — für BASF verdichten sich die Ereignisse auf einen einzigen Tag: den 30. April.
Die Aktie schloss die Woche bei 54,32 Euro, ein Wochenplus von knapp drei Prozent. Seit Jahresbeginn hat sich der Kurs um mehr als 21 Prozent erholt — von rund 45 Euro auf das aktuelle Niveau, nur einen Wimpernschlag vom 52-Wochen-Hoch bei 54,70 Euro entfernt. Zwischen 54 und 55 Euro wartet allerdings eine hartnäckige Widerstandszone, an der der Kurs seit 2023 bereits dreimal gescheitert ist.
Rückkauf als Kursstütze
Ein wesentlicher Treiber der Erholung ist das laufende Aktienrückkaufprogramm. Bis zu 1,5 Milliarden Euro schwer, gestartet im November 2025, soll es bis Ende Juni abgeschlossen sein. Bis Anfang März hatte BASF bereits 789 Millionen Euro investiert und 17,5 Millionen Aktien vom Markt genommen. Das Programm gehört zu einem größeren Rahmen: Insgesamt plant BASF bis Ende 2028 Rückkäufe von vier Milliarden Euro.
Coatings-Verkauf bringt Milliarden
Parallel rückt ein weiterer Finanzierungsbaustein näher. BASF hat sein Coatings-Geschäft an Carlyle und die Qatar Investment Authority verkauft — zu einem Unternehmenswert von 7,7 Milliarden Euro. BASF behält 40 Prozent, der Abschluss wird im zweiten Quartal erwartet. Vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen fließen BASF dabei 5,8 Milliarden Euro vor Steuern zu.
Das ist erhebliche Feuerkraft — für Schuldenabbau, weitere Rückkäufe oder Investitionen.
Gegenwind bleibt real
Das operative Umfeld trübt das Bild. Der schwache Dollar dürfte das EBITDA im ersten Quartal um bis zu 200 Millionen Euro belasten. Die Jahresprognose für 2026 — EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro — liegt mit einem Mittelwert von 6,6 Milliarden Euro spürbar unter dem Analystenkonsens von rund 7,0 Milliarden Euro. Anhaltend hohe Energiekosten in Europa und schwache Nachfrage aus der Auto- und Bauindustrie kommen hinzu.
Auf der Kostenseite hat BASF allerdings Fortschritte erzielt: Bis Ende 2025 wurden jährliche Einsparungen von 1,7 Milliarden Euro erreicht — 100 Millionen Euro über dem ursprünglichen Ziel. Bis Ende 2026 sollen es 2,3 Milliarden Euro sein.
Alles auf den 30. April
Am 30. April veröffentlicht BASF die Quartalszahlen — am selben Tag findet die Hauptversammlung statt. Dort steht die vorgeschlagene Dividende von 2,25 Euro je Aktie zur Abstimmung. Der Q1-Bericht wird erstmals zeigen, ob Einsparungen und Preiserhöhungen die Währungsbelastung ausreichend kompensieren.
Die Analystenmeinungen markieren die Bandbreite: Barclays bleibt bei „Underweight“ mit einem Kursziel von 40 Euro, während Bernstein Research das Ziel zuletzt von 53 auf 61 Euro angehoben hat. Welche Seite recht behält, dürfte der 30. April entscheiden.
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