BASF Aktie: 1,5 Milliarden Euro Rückkauf endet
BASF verliert mit dem Auslaufen des Aktienrückkaufs und sinkendem Harbour-Anteil wichtige Stützen. Der Kurs fällt.

Kurz zusammengefasst
- Milliardenschweres Rückkaufprogramm endet
- Einflussverlust bei Harbour Energy
- Aktienkurs rutscht deutlich ab
- Goldman Sachs senkt Kursziel
Bei BASF schwindet der Rückhalt. Ende Juni läuft das milliardenschwere Aktienrückkaufprogramm des Chemiekonzerns aus. Parallel dazu verliert das Unternehmen an Einfluss bei einer wichtigen britischen Beteiligung. Das drückt auf die Stimmung der Anleger.
Rückzug im britischen Ölgeschäft
Der Anteil der Ludwigshafener an Harbour Energy plc fiel unter ein Viertel. Die Folge: BASF verliert Mitspracherechte. Das Nominierungsrecht für das Board of Directors schrumpft auf einen Sitz. Hans-Ulrich Engel räumte seinen Posten bereits am 8. Juni. Der Schritt passt zur aktuellen Strategie. BASF fokussiert sich wieder strenger auf das eigene Kerngeschäft.
Milliarden-Rückkauf endet
Schwerer wiegt für den Aktienkurs ein anderes Thema. Die erste Tranche des großen Aktienrückkaufs endet im Juni. Seit November 2025 hat BASF eigene Papiere für fast 1,5 Milliarden Euro erworben. Damit fällt bald ein massiver Nachfrageimpuls weg.
Der Konzern plant bis 2028 zwar weitere Rückkäufe. Der Startzeitpunkt der nächsten Runde bleibt aber völlig offen. Das entzieht dem Kurs in einer ohnehin schwachen Phase eine wichtige Stütze.
Charttechnik liefert Warnsignale
Der Kurs rutschte im vergangenen Monat um fast elf Prozent ab. Am Mittwoch schloss die Aktie bei 47,69 Euro. Charttechnisch gilt das Papier inzwischen als stark überverkauft.
Nun rückt der 200-Tage-Durchschnitt bei 46,89 Euro in den Fokus. Diese Marke muss als Unterstützung halten. Eine aktuelle Branchenstudie von Goldman Sachs liefert wenig Rückenwind. Die Investmentbank senkte das Kursziel auf 63 Euro. Die Analysten verweisen auf das weiterhin schwierige Marktumfeld für die Chemiebranche.
Das Management steuert mit dem Effizienzprogramm „CoreShift“ dagegen. Bis 2029 sollen die Fixkosten im Kerngeschäft um ein Fünftel sinken. Neue Fakten zur operativen Entwicklung liefert der 30. Juli. An diesem Tag präsentiert CEO Markus Kamieth den Halbjahresbericht inklusive der aktuellen Cashflow-Zahlen.
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