BASF Aktie: 5,8 Milliarden aus Carlyle-Deal
Der Konzernumbau bei BASF liefert handfeste Ergebnisse. Mit dem Verkauf eines Großteils der Lacksparte an ein Investorenkonsortium sichert sich der Chemie-Riese frisches Kapital. Die Transaktion markiert einen zentralen Baustein der aktuellen Strategie.
Milliarden-Deal mit Carlyle
BASF und der US-Finanzinvestor Carlyle haben eine verbindliche Vereinbarung geschlossen. Zusammen mit dem Staatsfonds Qatar Investment Authority (QIA) übernehmen die Amerikaner das Geschäft mit Fahrzeug- und Autoreparaturlacken. Der Chemiekonzern trennt sich dabei von der Mehrheit, behält aber einen Anteil von 40 Prozent.
Der Deal bewertet die Sparte mit einem Unternehmenswert von 7,7 Milliarden Euro. Das übersteigt den zuletzt bilanzierten Buchwert massiv. BASF fließen aus der Transaktion rund 5,8 Milliarden Euro vor Steuern zu.
Eigenständigkeit unter neuer Führung
Mit dem Vollzug der Übernahme entsteht ein eigenständiges Unternehmen. Jens Lühring wird den neuen Lack-Spezialisten als Chief Executive Officer leiten. Bis zum Abschluss der Transaktion verantwortet weiterhin Uta Holzenkamp das operative Geschäft und begleitet den Übergang. Der Hauptsitz bleibt in Münster.
Carlyle bringt Erfahrung aus früheren Engagements in der Chemiebranche mit. Die Investoren planen, gemeinsam mit dem Managementteam in Vertriebsstrukturen und die Innovationspipeline zu investieren. Das soll die Marktposition der Sparte langfristig absichern.
Stabiles Quartal stützt den Kurs
Operativ behauptet sich BASF in einem anspruchsvollen Umfeld. Im abgelaufenen Quartal erzielte der Konzern ein bereinigtes operatives Ergebnis von 2,4 Milliarden Euro. Ohne negative Währungseffekte hätte der Wert laut Finanzchef Dirk Elvermann das Vorjahresniveau erreicht.
Der Vorstand hält entsprechend an seiner Jahresprognose fest. Das bereinigte operative Ergebnis soll am Jahresende zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro landen.
Diese Bestätigung der Ziele liefert den Investoren die gewünschte Planungssicherheit. Am Aktienmarkt spiegelt sich die operative und strategische Zuversicht wider. Mit einem aktuellen Kurs von rund 54 Euro notiert das Papier nur knapp unter seinem Jahreshoch. Seit Anfang Januar beläuft sich der Kursgewinn auf knapp 21 Prozent.
Der Abschluss der milliardenschweren Transaktion wird für das zweite Quartal des kommenden Jahres erwartet. Der hohe Mittelzufluss verschafft BASF dann den nötigen finanziellen Spielraum, um den Umbau des Kern-Portfolios weiter zu beschleunigen.
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