Der weltgrößte Chemiekonzern liefert derzeit ein starkes Kontrastprogramm. Während das harte Sparprogramm deutlich schneller greift als vom Management geplant, trübt ein anhaltend schwieriges Marktumfeld die Stimmung. CEO Markus Kamieth musste die Gewinnerwartungen für das laufende Jahr spürbar dämpfen, was den Optimismus der Marktteilnehmer spürbar eintrübt.
Radikalkur zeigt Wirkung
Die strategische Neuausrichtung des Dax-Konzerns verläuft rasanter als gedacht. Bereits bis Ende 2025 konnte das Management jährliche Einsparungen von 1,7 Milliarden Euro verbuchen. Dieser Prozess forderte einen hohen Tribut, denn rund 4.800 Stellen fielen den Kürzungsmaßnahmen zum Opfer. Gleichzeitig schraubte das Unternehmen die Investitionsausgaben massiv von 6,2 auf 4,3 Milliarden Euro zurück.
Das Resultat dieser strikten Kapitaldisziplin ist ein kräftiger Sprung beim freien Cashflow auf 1,3 Milliarden Euro. Davon profitieren Aktionäre unmittelbar durch ein noch bis Juni laufendes Aktienrückkaufprogramm und eine konstante Dividende von 2,25 Euro je Anteilsschein.
Margendruck und Zollsorgen
Dennoch reicht die interne Effizienzsteigerung nicht aus, um die externen Belastungen vollständig auszugleichen. Für das laufende Jahr 2026 peilt der Vorstand ein operatives Ergebnis (EBITDA vor Sondereinflüssen) zwischen 6,2 und 7,0 Milliarden Euro an. Der Mittelwert dieser Spanne verfehlt die Konsensschätzung der Analysten von rund 7,0 Milliarden Euro klar.
Verantwortlich für die Zurückhaltung sind vor allem veränderte globale Handelsströme durch höhere US-Zölle und der anhaltende Kostendruck in Europa. Zudem fehlen in diesem Jahr außerordentliche Vorziehbestellungen, die das Geschäft im Vorjahr noch gestützt hatten. In Europa belasten weiterhin niedrige Lagerbestände bei Abnehmern und hohe Energiekosten Sektoren wie den Bau und die Automobilindustrie.
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Flucht in margenstarke Nischen
Als Reaktion auf die schwierigen Rahmenbedingungen verlagert der Konzern energieintensive Anlagen zunehmend aus Europa ab. Der Fokus rückt auf margenstärkere Segmente wie die Agrarsparte und Beschichtungen. Ein Beleg für diese Strategie ist die jüngste Übernahme des texanischen Unternehmens AgBiTech, um das Portfolio bei biologischer Insektenkontrolle gezielt auszubauen.
Am Aktienmarkt wird dieser Umbau grundsätzlich honoriert. Mit einem aktuellen Kurs von 48,12 Euro verzeichnet das Papier seit Jahresbeginn ein Plus von gut siebeneinhalb Prozent und behauptet sich stabil über der viel beachteten 50-Tage-Linie.
Die operative Widerstandsfähigkeit des Chemie-Riesen wird bereits in wenigen Wochen auf den nächsten Prüfstand gestellt. Am 30. April 2026 präsentiert das Management die Ergebnisse für das erste Quartal und stellt sich am selben Tag auf der Hauptversammlung in Mannheim den Fragen der Investoren. Aktionäre, die sich die Dividende sichern wollen, müssen die Papiere spätestens vor dem Ex-Tag am 4. Mai 2026 im Depot halten.
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